Termintipp

Maurice Steger, Carsten Wilkening, hr-Sinfonieorchester

© Igor Cat/Molina Visuals

Maurice Steger

Maurice Steger

Auch bei Maurice Steger war der Einstieg in die Kunst des Blockflötenspiels ganz klassisch: Er lernte es in der Schule und hatte wie so viele andere Kinder seine Probleme mit diesem Instrument. Liebe auf den ersten Blick war es also nicht. Dafür aber auf den zweiten: Mit dreizehn Jahren, so beschreibt es Steger gerne, machte es plötzlich „klick“. Alles, was er mit dem Instrument tun wollte, konnte er auch verwirklichen. Er wusste plötzlich, wie man zu üben hatte und welche musikalischen Ziele er sich stecken musste, um: Musik zu machen auf einem Instrument, mit dem man weit mehr konnte, als einfach nur unterm Weihnachtsbaum ein paar Lieder zu trällern. Der Schweizer drang immer tiefer in die Blockflötenkunst hinein, befasste sich schon als Jugendlicher mit Alter Musik und der historisch informierten Aufführungspraxis. Doch wie so viele Musiker, die sich mit historischer Aufführungspraxis beschäftigen, musste auch Steger Kompromisse finden, allein schon deshalb, weil Blockflöten, wie sie etwa in der Barockzeit gebaut wurden, keinen modernen Konzertsaal mit Klang erfüllen können. Im Laufe der Zeit wurde der Blockflötist immer öfter angefragt, seine Orchesterprojekte auch selbst zu leiten, was ihn zu Marcus Creed und Reinhard Goebel führte, die ihm wichtige Impulse in der Dirigierkunst gaben. Seitdem ist Steger immer öfter in Doppelfunktion als Solist und Leiter zu erleben – wie etwa in diesem Monat im hr-Sendesaal in Frankfurt. (Maximilian Theiss)

Interpreten

Maurice Steger (Blockflöte & Leitung)
Carsten Wilkening (Fagott)
hr-Sinfonieorchester

Programm

Telemann: Ouvertüre g-Moll
Konzert F-Dur für Blockflöte und Fagott & Konzert D-Dur für drei Trompeten
Pauke und Oboe
Brescianello: Chaconne A-Dur
Geminiani: Blockflötenkonzert A-Dur
Monza: Sinfonia D-Dur „La tempesta di mare“

Vergangene Termine

Donnerstag, 07.11.2019
20:00 Uhr

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