Termintipp

Neue Musik von den Enden der Seidenstraße

Weltmusik mit neuem Maß gemessen - „Neue Musik von den Enden der Seidenstraße“ und weitere Klangperlen führen an drei Abenden in den asiatischen Raum

© Sebastian Schutyser/Aga Khan Music Initiative

Sirojiddin Juraev

Sirojiddin Juraev

„Klassische Musik kann sterben, also sollten wir die wertschätzen, die wir noch haben“, zitiert die Internetseite der „Aga Khan Music Initiative“ (AKMI) den Autor Michael Church. Denn das europäisch geprägte Genre der Weltmusik bestehe in einer Abgrenzung zur eigenen klassischen Musik und laufe dabei Gefahr, den gemeinten Musikkulturen ihre Raffinesse abzusprechen und sie zu reiner Volksmusik abzustempeln. Die musikalischen Hochkulturen entlang der Seidenstraße bergen Schätze, die die Aga Khan Music Initiative nun dem deutschen Publikum näherbringen möchte.

Mit verschiedenen Programmreihen unterstützt AKMI Musiker, ihr jeweils länderspezifisches musikalisches Erbe zu erhalten oder wiederzubeleben. Im Konzerthaus Dortmund erklingt am ersten der drei Konzertabende „Neue Musik von den Enden der Seidenstraße“ mit der Pipa-Spielerin Wu Man. Außereuropäische Instrumente wie Dutar, Kanun oder Tabur stehen dabei genauso im Mittelpunkt wie beim dritten Programm „Maqam jetzt und einst“ mit Neuer Kammermusik des Nahen Ostens und Zentralasiens. Um die vierzig Mädchen der Legende „Qyrq Qyz“ dreht sich am 16. Februar das multimediale Konzert mit Film, Gesang und Musik von Dmitri Yanov-Yanovskys auf traditionellen Instrumenten. Durch einen breiten kulturellen Fokus erweitert AKMI den Begriff der klassischen Musik, ohne fremde Stile an westlichen Idealen zu messen. (Hannah Duffek)

Interpreten

Wu Man (Pipa)
Basel Rajoub (Saxofon & Duclar)
Sirojiddin Juraev (Dutar & Tanbur)
Feras Charestan (Kanun)
Andrea Piccioni (Perkussion)

Vergangene Termine

Freitag, 15.02.2019
20:00 Uhr