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Offenbach: Les Contes d’Hoffmann

Vom Automaten verführt: Laurent Pelly verwandelt Les Contes d’Hoffmann in ein melancholisches Traumspiel

Vorabmotiv zu "Les Contes d'Hoffmann"/Deustche Oper Berlin © Bettina Stöß

Vorabmotiv zu "Les Contes d'Hoffmann"

Die Muse entsteigt einem Weinfass. Dichter Hoffmann trinkt sich in den Rausch, verletzt von den unberechenbaren Launen seiner Freundin. Halbtrunken spinnt er drei Geschichten zu seiner unglücklichen Liebe: über die mechanische Puppe Olympia, die kränkelnde Sängerin Antonia und die venezianische Kurtisane Giulietta. Sind es drei Frauen – oder alles Facetten seiner Geliebten?

In Hoffmanns Erzählungen schlug Jacques Offenbach, der König der Pariser Operette, ernsthafte Töne an. Die hier geschickt verflochtenen Erzählungen E. T. A. Hoffmanns spiegeln mal grotesk, mal tragisch Glanz und Elend seiner Welt. In Berlin muss sich jede Neuproduktion noch immer messen mit Walter Felsensteins Erfolgsinszenierung, die zu DDR-Zeiten jahrzehntelang an der Komischen Oper lief. Die Deutsche Oper leiht sich nun Laurent Pellys gruselkabinetthafte Einstudierung, die 2005 in Lyon für Begeisterung sorgte. Die außerordentlich kräftezehrenden Frauenrollen übernimmt die Rumänin Cristina Pasaroiu. (Antje Rößler)

Interpreten

Enrique Mazzola (Leitung)
Laurent Pelly (Regie)

Vergangene Termine

Samstag, 12.01.2019
19:30 Uhr
Deutsche Oper Berlin
Mittwoch, 09.01.2019
19:30 Uhr
Deutsche Oper Berlin
Samstag, 05.01.2019
19:30 Uhr
Deutsche Oper Berlin
Samstag, 15.12.2018
19:30 Uhr
Deutsche Oper Berlin
Samstag, 08.12.2018
19:30 Uhr
Deutsche Oper Berlin
Dienstag, 04.12.2018
19:30 Uhr
Deutsche Oper Berlin
Samstag, 01.12.2018
19:30 Uhr Premiere
Deutsche Oper Berlin

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