Termintipp

Saisoneröffnungskonzert

© Harald Hoffmann/Haenssler Classic

Frank Peter Zimmermann

Frank Peter Zimmermann

Dieser Raum ist einer der stärksten Eindrücke aus meiner Kindheit. Ich suche in meinen Werken immer danach.” So äußerte sich Bohuslav Martinů über jenen Ort, an dem der tschechische Komponist aufwuchs, den Kirchturm der St.-Jakobskirche in Martinůs Geburtsstadt Polička (sein Vater war Schuster und Turmwächter). Diese Erinnerungen vertonte und verarbeitete er auch in seinem 1943 entstandenen zweiten Violinkonzert, während der Schrecken des Zweiten Weltkriegs also, die er fern seiner Heimat in New York verfolgte, wo er die meisten seiner konzertanten Kompositionen verfasste. Mit diesem Werk starten die Bamberger Symphoniker in die neue Spielzeit unter dem Motto „Erinnerung“. Solist des Abends ist Frank Peter Zimmermann, der schon im letzten Jahr mit den Bambergern auf Skandinavien-Tournee war, mit Martinůs erstem Violinkonzert. Nun also steht der eher selten gespielte Nachfolger an, der für Zimmermann so klingt, als hätte „Dvorák im 20. Jahrhundert ein Violinkonzert komponiert“. Maximilian Theiss 

Interpreten

Frank Peter Zimmermann (Violine)
Bamberger Symphoniker
Jakub Hrůša (Leitung)

Programm

Wagner: Vorspiel zu „Lohengrin“
Martinů: Violinkonzert Nr. 2 g-Moll
Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Vergangene Termine

Freitag, 27.09.2019
20:00 Uhr
Joseph-Keilberth-Saal

Auch interessant

Radiotipp 11.10. Brahms: Ein deutsches Requiem hr2

Requiem zum Trost

Bei seinem „Deutschen Requiem“ ging es Johannes Brahms nicht um Trauer, sondern um Trost. hr2 überträgt das Konzert mit Christiane Karg und Michael Nagy live aus der Alten Oper. weiter

Tutzinger Brahmstage 2019

Wo es schöner ist, als wir uns vorstellen können

Bei den Tutzinger Brahmstagen 2019 trifft ein erlesenes Kammermusikprogramm auf János Darvas Dokumentarfilm „Wären nicht die Frauen“. weiter

Opern-Kritik: Oper Köln – Tristan und Isolde

Ertrinken, Versinken in höchster Lust!

(Köln, 21.9.2019) Saisonauftakt mit wahren Wagnerwonnen: Heldentenor Peter Seiffert und GMD François-Xavier Roth begeistern mit einer so noch nicht gehörten Lesart der grandiosen Partitur. weiter