Während in den populären „Faust“-Vertonungen von Berlioz oder Gounod vor allem das von Goethe geprägte Liebesverhältnis Fausts zu Gretchen im Mittelpunkt steht, greift Alfred Schnittke in seiner 1995 in Hamburg uraufgeführten „Historia von D. Johann Fausten“ auf einen ursprünglicheren Fauststoff zurück. Schnittke schildert den Fall des Magiers Johann Faust, der im Tausch gegen Wissen und Macht dem Teufel seine Seele verschreibt – bis schließlich jede Möglichkeit zur Umkehr scheitert. In Meiningen kommt das seitdem nicht mehr gezeigte Werk in einer Inszenierung von Eva-Maria Höckmayr auf die Bühne. Erst im September 2024 widmete sie sich an der Semperoper mit Arrigo Boitos „Mefistofele“ einem weiteren Fauststoff.
Schnittke: Historia von D. Johann Fausten
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