Termintipp

Sebastian Knauer, Sergei Nakariakov, Georgisches Kammerorchester Ingolstadt, Ruben Gazarian

© Thierry Cohen

Sergei Nakariakov

Sergei Nakariakov

Das Georgische Kammerorchester hat einen Artist in Residence, der von vergleichbar großer Freude an der Vielfalt und Grenzenlosigkeit von Musik getragen wird wie der seit 29 Jahren in Ingolstadt residierende Gastgeber selbst. Doch der 1977 in Gorki geborene Sergei Nakariakov ist mehr als ein „Paganini der Trompete“. Er spielt auch Piccolo-Trompete und Flügelhorn, mit dem Jazz-Trompeter Till Brönner kultiviert er eine künstlerische Freundschaft. Nakariakovs seit seinen Debüts bei den Salzburger Festspielen und dem Schleswig-Holstein Festival spannend erweitertes Repertoire bringt Raritäten-Jäger zum Jubeln. Neben Arrangements von Hoffmeisters „Bratschenkonzert D-Dur“ und Webers „Klarinettenkonzert f-Moll“ spielt er Originalkompositionen von Amilcare Ponchielli, Franz Strauss und des gerade eine bahnbrechende Renaissance erlebenden Mieczysław Weinberg. Natürlich hört man von Nakariakov in Ingolstadt das für ihn von Jörg Widmann 2006 komponierte und mit aberwitzigen Schwierigkeiten gespickte Konzert „ad absurdum“. Nakariakovs affektgeladene Virtuosität inspirierte Enjott Schneider zu „Dreamdancers“ für Piccolotrompete, Flügelhorn und Orchester und Peter Ruzicka zu einem Trompetenkonzert. Neben Paradewerken wie Tschaikowskys „Rokoko-Variationen“ wird das neue Musikschaffen für Sergei Nakariakov derzeit immer bedeutsamer. (Roland H. Dippel)

Interpreten

Sebastian Knauer (Klavier)
Sergei Nakariakov (Trompete)
Georgisches Kammerorchester Ingolstadt
Ruben Gazarian (Leitung)

Programm

Schostakowitsch/Barshai: Kammersinfonie op. 73a
Schostakowitsch/Sikorski: Adagio und Allegretto
Schostakowitsch: Konzert für Klavier
Trompete und Streichorchester

Vergangene Termine

Donnerstag, 07.11.2019
20:00 Uhr

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