Termintipp

Slam Symphony

Die „Slam Symphony“ der Symphoniker feiert Jubiläum – und hat die Gewinner der letzten fünf Jahre zu einem „Sommermärchen“ eingeladen.

© Ben Lichtenberg

Bas Böttcher

Bas Böttcher

„Stimmen des Lebens und des Trostes“, „Mittag“, „Blinde Musikanten“, „Phantasie-Gespinste“ und „Nacht“ – die fünf Sätze von Josef Suks sinfonischer Dichtung „Ein Sommermärchen“ dürften eine sprudelnde Inspirationsquelle für die vier Autoren beim „Slam Symphony“-Konzert der Bamberger Symphoniker sein. Zumal der tschechische Romantiker mit seinem Werk, mit dem er auch den Tod seines Schwiegervaters Antonín Dvořák und seiner sehr jung verstorbenen Frau Otilie verarbeitete, keiner bestimmten Textvorlage folgte. Vielmehr ließ Suk sich durch die warme Jahreszeit zu einer Reihe von Impressionen anregen, die mit orchestralen Farben sehr wirkungsvoll den Verlauf eines Sommertags skizzieren.

Diesmal allerdings werden sich Suks vieldeutige Szenarien, in denen sich friedvolle bis grelle Naturbilder, volkstümliche Ausgelassenheit und peinigende Visionen andeuten, zu konkreten Bedeutungen verdichten. Zu jeweils einem Thema aus dem „Sommermärchen“ werden die Poetry Slammer Bas Böttcher, David Friedrich, Max Kennel und Dalibor Marković je einen Text vorbereiten. Das Orchester spielt die entsprechende Stelle des Werks, der Autor liest, danach entscheidet das Publikum mit der Lautstärke des Applauses, welcher Slammer als Sieger aus diesem Wettstreit hervorgeht. Wenn Suks Tondichtung danach noch einmal komplett erklingt, wird man sie – ausgeleuchtet von den Worten der Autoren – mit anderen Ohren hören.
(Sören Ingwersen)

Programm

Suk: Ein Sommermärchen op. 29

Vergangene Termine

Donnerstag, 06.06.2019
19:00 Uhr
Joseph-Keilberth-Saal