Termintipp

Lars Vogt, Sinfonieorchester Basel, Ivor Bolton, Peter Simonischek

© Onorio Mansutti

Alain Claude Sulzer

Alain Claude Sulzer

Der Mythos um Prometheus als Urvater der menschlichen Zivilisation, der Vernunft und der Leidenschaft, als Feuerbringer und Lehrmeister war ganz nach dem Geschmack Ludwig van Beethovens. So setzte er der dem Göttergeschlecht der Titanen angehörenden Gestalt mit seinem Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus“ ein musikalisches Denkmal, von dem heute jedoch selbst eingefleischten Klassikfans meist nur noch die Ouvertüre bekannt ist. Wie genau jenes Werk, das zwischen seiner ersten und zweiten Sinfonie entstand, bei seiner Uraufführung geklungen hat, ist nur in wenigen Skizzen Beethovens sowie in Rezensionen und Tagebucheintragungen von damals Anwesenden überliefert – das Libretto von Salvatore Vigano und die Choreografie gelten als verschollen. Jener Umstand bekräftigte nun den Schweizer Autor Alain Claude Sulzer darin, die fehlende Handlung kurzerhand neu zu verfassen, die nun mit dem Sinfonieorchester Basel unter der Leitung von Ivor Bolton und Schauspieler Peter Simonischek als Sprecher live zu erleben ist. (Johann Buddecke)

Interpreten

Lars Vogt (Klavier)
Sinfonieorchester Basel
Ivor Bolton (Leitung)
Peter Simonischek (Sprecher)

Programm

L. v. Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73 / L. v. Beethoven Ausschnitte aus der Ballettmusik „Die Geschöpfe des Prometheus“ op. 43 mit Texten von A. C. Sulzer (2019)

Vergangene Termine

Donnerstag, 06.02.2020
20:00 Uhr

Auch interessant

3 Fragen an ... Peter Simonischek

3 Fragen an … Peter Simonischek

Der österreichische Schauspieler Peter Simonischek kam schon früh mit klassischer Musik in Berührung und stand bereits selbst auf der Opernbühne. weiter

Ivor Bolton und Kian Soltani in Wiesbaden

Die Liebe entzündete sich an einer Sinfonie

Berlioz’ „Symphonie fantastique“ trifft auf Saint-Saëns’ erstes Cellokonzert. weiter

Interview Ivor Bolton

„Sie fragen mich da ja Sachen!“

Ivor Bolton über Politiker als Dirigenten, Klassik hörende Taxifahrer – und den gefährlichen „Schlaftabletten-Effekt“ bei Haydn-Interpretationen. weiter