Termintipp

Vilde Frang, Bamberger Symphoniker, Juraj Valčuha

Wenn das Obst verzehrende Gefühle weckt

© Marco Borggreve

Vilde Frang

Vilde Frang

Dass Opernlibretti nicht immer eine absolut logische oder realitätsnahe Handlung haben, zeigen unter anderem Schostakowitschs Die Nase oder Offenbachs König Karotte. Dem steht Sergej Prokofjews Oper Die Liebe zu den drei Orangen in Nichts nach. Die Geschichte, in der der Prinz von der bösen Zauberin Fata Morgana dazu verdammt wird, sich – wer hätte es gedacht – in drei Orangen zu verlieben, basiert auf einer russischen Fassung von Carlo Gozzis gleichnamigem italienischen Märchenspiel. Glücklicherweise entpuppen sich die drei Orangen am Ende als wunderschöne Prinzessinnen, derer eine der Prinz ehelicht.

Die Oper, 1921 in Chicago uraufgeführt, entstand in Prokofjews sogenannter „Auslandsperiode“, als sich der Komponist aufgrund der unsicheren Situation nach der Oktoberrevolution zunächst in den USA und später in Frankreich aufhielt. Durch tonmalerische Elemente gelang es ihm, die Absurditäten der Geschichte verstärkt hervorzuheben. Damit das Werk auch außerhalb der Opernbühne Verwendung finden konnte, stellte Prokofjew eine Orchestersuite zusammen. Ergänzt wird das Konzertprogramm durch Strawinskys „Der Feuervogel“ und Korngolds Violinkonzert D-Dur mit der norwegischen Geigerin Vilde Frang als Solistin. (Irem Çatı)

Interpreten

Vilde Frang (Violine)
Bamberger Symphoniker
Juraj Valčuha (Leitung)

Programm

Prokofjew: Suite aus „Die Liebe zu den drei Orangen“ op. 33b
Korngold: Violinkonzert D-Dur op. 35
Strawinsky: Feuervogel- Suite

Vergangene Termine

Sonntag, 13.01.2019
17:00 Uhr
Konzerthalle Bamberg
Joseph-Keilberth-Saal
Samstag, 12.01.2019
20:00 Uhr
Konzerthalle Bamberg
Joseph-Keilberth-Saal

Auch interessant

TV-Tipp 17.2.: Kirill Petrenko, die Berliner Philharmoniker und Yuja Wang

Vorgeschmack

Ein Konzertmitschnitt vom Lucerne Festival 2018 gibt Eindrücke von der Zusammenarbeit der Berliner Philharmoniker mit ihrem künftigen Chefdirigenten Kirill Petrenko. weiter

Rezension Fabrice Bollon – Das Wunder der Heliane

Erotisches Mysterium

Korngolds „Das Wunder der Heliane“ ist eine Mischung aus erotischer Transzendenz, Askese und Gewaltfantasie, der man sich nur schwer entziehen kann. weiter

Radio-Tipp 24.12.: Weihnachtskonzert aus dem Berliner Dom

Kitschfreie Musik zum Fest

An Heiligabend wird ein Konzert jenseits der Weihnachtsklischees mit Musik des 20. Jahrhunderts gesendet. Werke von Strawinsky bis Schnittke erklingen in hochkarätiger Besetzung. weiter