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Winter Music

Wo der Rhythmus den Ton angibt: Beim zweitägigen Festival »Winter Music« entern die Schlagzeuger das Podium

Dirk Rothbrust © Klaus Rudolph

Dirk Rothbrust

Kurz vor dem kalendarischen Winterbeginn veranstaltet die Akademie der Künste das zweitägige Festival „Winter Music“. Glühweinselige Klänge sind jedoch nicht zu erwarten. Zeitgenössisches steht auf dem Programm: Keines der Werke des diesjährigen Mini-Festivals, das von zwei ausgewählten Mitgliedern der Sektion Musik kuratiert wird, ist vor 1980 komponiert worden. Vinko Globokars „Tribadabum extensif sur rythme fantôme“ stammt von 1981, während Carola Bauckholt ein gänzlich neues Werk vorstellt.

Den Kuratoren steht es frei, das Thema für die zwei Tage zu wählen. Manos Tsangaris und Enno Poppe haben sich in diesem Jahr für eine Instrumentengattung entschieden, die für reichlich Rhythmus und Wirbel sorgen wird. Das Schlagzeug steht im Mittelpunkt ihrer Betrachtungen. In der kleinsten Besetzung bei Nicolaus A. Hubers „Erosfragmente“, in der größten bei Enno Poppes „Schrauben für 13 Schlagzeuger“. Oder wird diese von Globokars Komposition noch übertroffen? Zwar ist „Tribadabum“ für nur drei Schlagzeuger geschrieben, enthält jedoch den Zusatz im Titel: „… auch mit einer beliebigen Anzahl von Zusatzschlagzeugern“. (Helge Birkelbach)

Interpreten

Schlagquartett Köln
Johannes Fischer & die Schlagzeugklasse der Musikhochschule Lübeck

Programm

Bauckholt: Neues Werk
Tsangaris: Tafel 1
Paan: TSI-SHIN-KUT
Spahlinger: OFF
Globokar: Tribadabum extensif sur rhythme fantôme

Vergangene Termine

Samstag, 08.12.2018
20:00 Uhr
Akademie der Künste
Hanseatenweg, Halle 2
Freitag, 07.12.2018
20:00 Uhr
Akademie der Künste
Hanseatenweg, Halle 2