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Denis Kozhukhin © Marco Borggreve

Denis Kozhukhin

Sonntag, 25. März 2018, 18:00 Uhr
Deutsche Oper (Berlin)

Denis Kozhukhin & Orchester der Deutschen Oper Berlin

Ein bizarres Vergnügen: Denis Kozhukhin wandelt zwischen Ernst und Spott in Schostakowitschs Klavierkonzert Nr. 1

Die Groteske ist ein wichtiges Stilmittel sowohl bei Dmitri Schostakowitsch als auch bei Sergej Prokofjew. Während Prokofjew in seiner beliebten Sinfonie Nr. 1 D-Dur eine Sinfonie im Stile alter Wiener Klassiker zu schreiben gedachte und dabei mit den vermeintlichen Merkmalen des Genres spielte, versah Schostakowitsch sein 1933 vollendetes Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester op. 35 mit unzähligen musikalischen Effekten. Sein schmissiges, im Finale gar außer Rand und Band geratenes Stück bezeichnete er selbst einmal als eine „spöttische Herausforderung an den konservativ-seriösen Charakter des klassischen Konzert-Gestus“.

Der später durch Stalins Regime so schwer unterdrückte Schostakowitsch, der selbst als Pianist bei Stummfilmen in großen Kinos gearbeitet hatte, liebte es, seinen Hörern Vergnügen zu bereiten. In seinen Sinfonien, die eher auf Mahlers sinfonischem Kosmos aufbauen als die Tradition etwa von Tschaikowskys vierter Sinfonie fortzuführen, hat auch das Bizarre und Ironische seinen Platz. (Helmut Peters)

Martin Wagemann (Trompete)
Denis Kozhukhin (Klavier)
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Michele Mariotti (Leitung)

Werke von Prokofjew, Schostakowitsch & Tschaikowsky

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