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Tzimon Barto © Eric Brissaud/Ondine

Tzimon Barto

Freitag, 20. Oktober 2017, 20:00 Uhr
Staatstheater Cottbus (Cottbus)

Philharmonisches Orchester Cottbus & Tzimon Barto

Warum darf Musik nicht schön sein?: Klavierkonzert von Samy Moussa feiert die Macht der Musik

Kein Zweifel: Samy Moussa macht sowohl von seinem fotogenen Äußeren als auch von seiner Musik her stets eine gute Figur. Und doch versteht er sich auf das Beste zu provozieren, namentlich die deutschsprachige Neue-Musik-Szene. Denn der 33-jährige Komponist aus Kanada akzeptiert mitnichten das Diktum der ewig selbstkritischen, selbstreflektierenden Musik unter teilweise mutwilliger Ausblendung der Hörerwünsche. Die den Komponistenkollegen entgegengeschleuderte Aussage, er schreibe Musik für das Publikum und für die Musiker, klingt durchaus kämpferisch. Nicht zuletzt um Schönheit in einem durchaus konventionellen, unmittelbar sinnlich greifbaren Verständnis geht es Moussa.

Vielleicht hat er sich deshalb für den Auftrag des Staatstheaters Cottbus, ein Klavierkonzert zu schreiben, die Orpheus-Sage als inhaltliche Basis ausgesucht. Es ist der antike Mythos über jenen Künstler, der mit seinem Gesang Menschen und Götter berauschte, am Ende jedoch von den Mänaden in Ekstase zerrissen wurde. Die Macht der Musik, die in der antiken Dichtung sogar Tote wieder zum Leben erweckt – Moussa kennt und nutzt ihre Stärken. (Matthias Nöther)

Tzimon Barto (Klavier)
Philharmonisches Orchester
Evan Christ (Leitung)

Liszt: Orpheus
Moussa: Orpheus (UA)
Bartók: Klavierkonzert Nr. 1 & Der wunderbare Mandarin

    Rezensionen

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    CD-Rezension Tzimon Barto

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