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Anne-Sophie Mutter © Stefan Höderath/DG

Anne-Sophie Mutter

Sonntag, 23. September 2018, 15:00 Uhr
Erzabtei St. Ottilien (Eresing)

Ammerseerenade: Liberation Concert

Der Überlebenden gedenken: Anne-Sophie Mutter richtet mit Mozart den Blick auf eine schmerzliche Vergangenheit

Im Kloster St. Ottilien westlich von München wurde 1945 die Freiheit gefeiert. Am 27. Mai luden jüdische Musiker zum „Liberation Concert“ ein. Auf dem Programm standen Werke von Edvard Grieg und Georges Bizet, zusammen mit den Hymnen der Alliierten und mit jüdischen Volksliedern. Die Vortragenden waren kurz zuvor dem Tod buchstäblich im letzten Moment entkommen. Sie schafften es lebend aus einem Zug mit KZ-Häftlingen, der im April unter schweren Beschuss geraten war.

Das Kloster wurde zu ihrem Zufluchtsort. Rund 5 000 Juden lebten dort bis 1948, inmitten der Nonnen und Mönche des Benediktiner-Ordens. In dieser Zeit entwickelten sich vielfältige Strukturen, vom Krankenhaus bis zur Talmud-Schule. Der jüdische Arzt Dr. Zalman Grinberg wurde erster medizinischer Leiter der Klinik. Das Orchester St. Ottilien trat nicht nur vor Ort auf, sondern auch in vielen anderen Lagern der amerikanischen Besatzungszone. Beim „Liberation Concert“ im September wird nun das Orchester Tel Aviv seine Musik spielen. (Christina Bauer)

Liberation Concert

Sharon Rostorf-Zamir (Sopran)
Anne-Sophie Mutter (Violine & Leitung)
Orchester der Buchmann-Mehta School of Music Tel Aviv
Zeev Dormann (Leitung)

Grieg: Triumphmarsch aus „Sigurd Jorsalfar“ op. 56 & Solveig’s Lied
Harlap: Pictures from the Private Collection of God (Auszüge)
Schubert: Sinfonie Nr. 5 B-Dur
Mozart: Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219

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    Sonntag, 23. September 2018, 15:00 Uhr
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