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Jan Lisiecki © Holger Hage

Jan Lisieck
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Montag, 15. Januar 2018, 20:00 Uhr
Alte Oper Frankfurt (Frankfurt/Main)

Jan Lisiecki

Wenn der Höllenzwerg auf die Größe  eines Kirchturms anwächst: Jan Lisiecki erweckt mit Schumann, Chopin, Rachmaninow und Ravel die guten und bösen Dämonen der Nacht zum Leben

Sie ist dunkel, geheimnisvoll, mitunter furchteinflößend und ist als mystisch aufgeladene Tageszeit seit jeher Inspirationsquelle für Dichter und bildende Künstler: Die Nacht. Auch zahlreiche Komponisten setzten Finsternis und nachtschlafender Zeit kompositorische Denkmäler, allen voran mit der in der Barockzeit entstandenen musikalischen Form des Nocturne, zu Deutsch „Nacht werdend“.

In besonderer Ausprägung als Charakterstück bei Frédéric Chopin bekannt geworden, schuf auch Robert Schumann in seinem von E. T. A. Hoffmann inspirierten Klavierzyklus Nachtstücke der dunklen Tageszeit ein düsteres Andenken. Gleichermaßen reiht sich das impressionistische Klaviertriptychon Gaspard de la nuit von Maurice Ravel, bekannt durch den hohen pianistischen Anspruch des dritten Satzes, in die durch Abenddämmerung und Nacht inspirierten Klavierwerke ein.

Animiert von drei romantischen Gedichten des französischen Dichters Aloysis Bertrand, vertonte Ravel die Enthüllungen eines nächtlichen Schatzmeisters über die Dämonen der Dunkelheit, ihre Hexereien und Visionen. Schier Rekordverdächtig ist, dass für den düsteren Charakter des Finales, dessen programmatischen Hintergrund die Gruselgeschichte eines grotesk-glänzenden, bis zur Größe eines Kirchturmes anwachsenden Höllenzwergs darstellt, 27 verschiedene Anschlagtechniken benötigt werden. (Johann Buddecke)

Jan Lisiecki (Klavier)

Chopin: Nocturnes op. 55/1, op. 55/2 & op. 72/1 & Scherzo Nr. 1 h-Moll op. 20
Schumann: Nachtstücke op. 23
Ravel: Gaspard de la nuit
Rachmaninow: Morceaux de fantaisie op. 3

    Rezensionen

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