< Zur Übersicht

Klosterkirche Pforta © shutterstock

Klosterkirche Pforta

06. Juli 2018 bis 08. Juli 2018
Klosterkirche Pforta (Naumburg)

Festival montalbâne

Die „Ordnung der Kräfte“ aus ihrem engen Korsett befreien: Das Alte-Musik-Festival „montalbâne“ lässt die Praxis mittelalterlicher „Mystik und Ekstase“ im Gesang aufscheinen

Das gerühmte Festival für mittelalterliche Musik wechselt dieses Jahr seinen Schauplatz.  Weil im Kloster Memleben die Ausstellung „Kloster und Welt“ gezeigt wird, wandert montalbâne in die Zisterzienserabtei Pforta, in den Festsaal der Landesschule und die Stiftung Schulpforta. Vom Lauf der Zeiten unberührt wirkt dieser malerische Ort, wo sich Renaissance- mit Neurenaissance-Architektur zu  idyllischer Harmonie fügen. Vergeistigte Isolation also für das Motto „Mystik und Ekstase. Vom Klang der Kreuzgänge und Klöster“.

Doch falsch denkt, wer hier ein dogmatisch enges Korsett vermutet: Auch zwischen der szenischen Aufführung von Hildegard von Bingens Allegorie Ordo virtutum („Ordnung der Kräfte“), die man als ganz frühe geistliche Oper bezeichnen könnte, und den rumänischen „Stimmen aus Byzanz“ erblühen Musiken des Mittelalters aus kirchlichen, spirituellen und philosophischen Ursprüngen. Zum Kloster Pforta verkehrt für die Konzerte ein Shuttlebus zwischen Naumburg und Freyburg (Unstrut).

Das inzwischen zwölfköpfige Team um die Musikerin Susanne Ansorg hat sich längst eine Spitzenposition in der Alten Musik erobert. Das montalbâne-Ensemble plant und probt auf Schloss Goseck im mitteldeutschen „Burgenland“ und ist seit 2013 offizieller musikalischer Botschafter des UNESCO-Welterbe-Antrages „Der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Herrschaftslandschaft an Saale und Unstrut“. (Roland H. Dippel)

Mit: Ars coralis Coeln, Gilles Binchois, Montalbâne Ensemble, Miroir de musique, Byzantion u. a.

    Kommentare sind geschlossen.