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Orchester © shutterstock

Orchester

Mittwoch, 14. März 2018, 19:00 Uhr
Staats- und Universitätsbibliothek Carl von Ossietzky (Hamburg)

Graun: Polydorus

Vergessene Schätze heben: Das barockwerk lässt Carl Heinrich Grauns Oper „Polydorus“ im alten Glanz erstrahlen

So von Herzen gemein können nur Verwandte sein. Besonders solche von Adel: Priamos, König von Troja, betrieb angesichts des drohenden Untergangs seiner Stadt im Krieg gegen die Griechen mit seinem Sohn Polydorus eine antike Form der Kinderlandverschickung und sandte ihn an dessen Schwester Illiona mit einem Haufen Gold im Gepäck. Ihr Gatte aber – der böse Onkel Polymestor – ließ den Knaben zwecks Gewinnmaximierung töten und ins Meer werfen. Ein Stoff, aus dem Opernträume gemacht werden.

Besonders in der Barockzeit, die ja ein Faible für die griechisch-römische Geschichte hat. Kein Geringerer als Carl Heinrich Graun – zu Lebzeiten als Opernkomponist ungefähr so berühmt wie heute Andrew Lloyd Webber – vertonte die Geschichte des armen Königskinds. Sein Polydorus wurde 1731 uraufgeführt und stand zuletzt 1735 auf dem Spielplan der Gänsemarktoper. Nach 283 Jahren ist die Oper erstmals wieder in Hamburg zu sehen – in einer Aufführung des renommierten Ensembles „barockwerk“. (Christoph Kalies)

Graun: Polydorus (halbszenisch)

barockwerk hamburg
Ira Hochman (Leitung)
Alexander Radulescu (Regie)

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