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Georg Friedrich Händel © Wikimedia Commons

Georg Friedrich Händel

Donnerstag, 29. März 2018, 11:00 Uhr
Laeiszhalle (Hamburg)

Händel: Der für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus

„Zerreißt mein Fleisch, zerquetscht die Knochen“: Die Sänger in Händels „Brockes-Passion“ nehmen kein Blatt vor den Mund

Barthold Heinrich Brockes gilt als typischer Vertreter der Frühaufklärung. Doch der Hamburger Ratsherr war nicht nur Schriftsteller, sondern hatte auch maßgeblichen Einfluss auf die Werke vieler bekannter  Komponisten seiner Zeit. Alles begann mit der Entwicklung des protestantischen Passions- Oratoriums und einem Libretto von Christian Friedrich Hunold, das Brockes als Vorlage für seine beliebte Dichtung „Der für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus“ diente. Sie erschien zum ersten Mal 1712 und wurde mehr als zehn Mal vertont, unter anderem von Telemann, Mattheson und Fasch. Auch Bach benutzte daraus den einen oder anderen Arientext für seine Johannes-Passion.

Die Uraufführung von Händels „Brockes-Passion“ fand erst am 3. April 1719 in der Hamburger Domkirche statt – siebzehn Jahre nachdem sich Händel und Brockes an der Universität Halle kennengelernt hatten. Zwar ist die Passion Händels einzige geistliche Komposition auf einen deutschen Text, dafür hat die Musik umso weitere Kreise gezogen und viele weitere Werke des Komponisten durchdrungen: Oratorien, Concerti grossi und sogar seine Oper „Giulio Cesare“. (Julia Hellmig)

Händel: Der für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus (Brockes-Passion)

Concerto Copenhagen
Lars Ulrik Mortensen (Leitung)

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