Über den Dächern Stuttgarts, auf der 354 Meter hohen Uhlandshöhe, treffen auch in diesem Jahr vom 24. bis 26. Juli Musik und Sternenhimmel aufeinander. Rund um die historische Sternwarte entfaltet sich ein sommerliches Festival zwischen kammermusikalischer Konzentration und experimentierfreudigen Jazzklängen. Gerade in den Abendstunden lädt der außergewöhnliche Ort, nur rund einen Kilometer vom Stuttgarter Hauptbahnhof entfernt, dazu ein, die baden-württembergische Landeshauptstadt von einer ganz eigenen Seite kennenzulernen: mit Wandel- und Picknickkonzerten am Nachmittag, Abendprogrammen vor dem weiten Panorama des Neckartals sowie Late-Night-Sessions im Licht der untergehenden Sonne.
Zu den prägenden Kräften dieser vierten Ausgabe des Festival Uhlandshöhe gehören neben dem Gründer Gustav Frielinghaus der estnische Pianist Jaan Ots und der im Südwesten beheimatete junge Cellist Lionel Martin, die in mehreren der zahlreichen Konzerte zu erleben sind. Eine Gelegenheit bietet das Duorezital, das Lionel Martin gemeinsam mit seinem Bruder, dem Pianisten Demian Martin, gestaltet. Auf dem Programm stehen Beethovens kontrapunktisch und kapriziös gearbeitete vierte Cellosonate C-Dur op. 102/1, Rachmaninows Klavier und Violoncello nahezu gleichberechtigt behandelnde Cellosonate g-Moll op. 19 sowie Franz Schuberts „Arpeggione“-Sonate, mit der Lionel Martin unlängst beim renommierten Queen Elisabeth Competition überzeugte (25.7., 17 Uhr).

concerti verlost 10 x 1* Ticket für wahlweise eines der folgenden Konzerte, die im Rahmen des Festival Uhlandshöhe stattfinden: „Duo Rezital“ (25.7., 17 Uhr), „Vollendung zu viert“ (25.7., 20:00 Uhr), „Klavier Rezital“ (26.7., 17 Uhr) und das Abschlusskonzert (26.7., 20 Uhr).
Zwar gilt das Streichquartett als Königsdisziplin der Kammermusik, doch genießt auch das Saxophonquartett im klassischen Konzertleben zunehmend Anerkennung. Wie reizvoll beide Formationen einander ergänzen, zeigt die Gegenüberstellung „Vollendung zu viert“ mit dem KAIRI Quartet und dem Arcis Saxophon Quartett. Neben Beethovens drittem „Rasumowsky“-Quartett erklingt ein farbenreiches Programm von Johann Sebastian Bach bis Brad Mehldau (25.7., 20 Uhr).
Beethoven spielt auch in Jaan Ots’ Klavierrezital eine zentrale Rolle: Neben dessen erster Klaviersonate erklingt die berühmte, hochvirtuose „Appassionata“. Mit der Klaviersonate des Esten Erkki-Sven Tüür stellt Ots darüber hinaus die Musik einen der produktivsten zeitgenössischen Komponisten seines Landes vor (26.7., 17 Uhr).
Ein weiterer erfolgreicher Komponist aus dem Baltikum, der in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feierte, ist Pēteris Vasks. Sein viertes Streichquartett steht im Abschlusskonzert des Festivals mit Jaan Ots und dem KAIRI Quartet im Mittelpunkt. Vasks ist dafür bekannt, archaische und folkloristische Elemente der lettischen Musik in seine Werke einfließen zu lassen – eine Tonsprache, die sich trefflich mit der romantischen Kammermusik von Schubert und Schumann verbinden dürfte, die an diesem Abend ebenfalls erklingt (26.7., 20 Uhr).
*Bei Wunsch und Bedarf können weitere Karten angefragt und käuflich erworben werden.





