Die 1926 in Warschau uraufgeführte Oper Król Roger von Karol Szymanowski gilt heute als ein Meisterwerk der Moderne, sowohl musikalisch als auch inhaltlich. Szymanowski selbst, der auch das Libretto (gemeinsam mit seinem Bruder) geschrieben hat, bezeichnete seine Oper als „Mysterium“ – ihre Themen kreisen um Selbsterkenntnis, Sexualität, veränderte Bewusstseinszustände, aber auch Religion und neue Formen der Spiritualität. Die originelle Synthese aus musikalischen und philosophischen Einflüssen ist einer der Gründe, warum KRÓL ROGER in den letzten Jahren auf den Opernbühnen der Welt eine Renaissance erlebt.
Am 26. September 2026 feiert „Król Roger“ in der Regie von Sebastian Ritschel am Staatstheater Regensburg Premiere. concerti verlost 3×2 Tickets.
König Roger ist hin- und hergerissen: Er kämpft einen äußeren Kampf zwischen Ideologien, zwischen Konservatismus und Sinnlichkeit, zwischen christlicher Orthodoxie und heidnischer Hemmungslosigkeit – repräsentiert einerseits durch die Kirche und andererseits durch die Figur des Hirten. Dieser Hirte predigt einen dionysischen Kult, der die Königin Roksana magisch anzieht und Roger in einen Konflikt zwischen der alten Ordnung und den neuen Verlockungen geraten lässt. Der Hirte wird schließlich als der Gott Dionysos entlarvt. Zwischen Staatsräson und der Akzeptanz seines verführten Charakters schwankend, gibt Roger sein Königreich auf und begibt sich auf die Suche nach dem Hirten.




