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	<title>Besondere Musikinstrumente - concerti.de</title>
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	<description>Klassische Musik, Klassik-Konzerte, Oper &#38; Festivals</description>
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		<title>150 Tonnen schweres Monstrum</title>
		<link>https://www.concerti.de/vermischtes/die-groesste-orgel-der-welt-in-atlantic-city/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Sep 2017 06:50:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Besondere Musikinstrumente]]></category>
		<category><![CDATA[Orgel]]></category>
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					<description><![CDATA[In Atlantic City beheimatet die Boardwalk Hall die größte Orgel der Welt – ein wahres Ungetüm, das mit so manchen Tücken zu kämpfen hat]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Dass die größte Orgel der Welt im Land der Extra Large-Größen erbaut wurde ist wohl kaum verwunderlich: Die Boardwalk Hall in Atlantic City, früher noch unter dem Namen Convention Hall bekannt, beheimatet das 150 Tonnen schwere Monstrum und hat es damit ins Guinness Buch der Rekorde geschafft. Aber taugt eine Orgel dieser Größe überhaupt etwas? Klassik- und Kirchenmusik-Liebhaber würden wohl energisch verneinen, während es für jene an Technik und Mechanik interessierten Menschen viel zu entdecken gibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rein musikalisch gesehen fungiert sie nämlich eher als Theaterorgel, weniger als Konzertorgel. Der unterhaltsame Effekt kommt dabei auch nicht zu kurz: Das Publikum befindet sich im Mittelpunkt von acht Teilen, auf die sich die rund 450 Pfeifenreihen aufteilen – der Organist bedient also ein Dolby-Surround-Fernwerk. Durch besondere Register wie zum Beispiel verschiedene Schlagkörper (unter anderem Kastagnetten, Triangle und Holzblöcke) sind der Orgel rein theoretisch keine Grenzen gesetzt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eingeschränkte Funktionstüchtigkeit</strong></h3>



<figure class="wp-block-image alignright wp-image-28411">        <div class="concerti-img-copyright">&copy; Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0</div>
        <img decoding="async" src="https://www.concerti.de/wp-content/uploads/2017/09/Orgel-Atlantic-City-Convention-Hall-c-Wikimedia-Commons-CC-BY-SA-3.0-e1504876670614-267x300.jpg" alt="Spieltisch der Orgel in der Convention Hall, Atlantic City" class="wp-image-28411"/><figcaption class="wp-element-caption">Spieltisch der Orgel in der Convention Hall, Atlantic City © Wikimedia Commons, CC-BY-SA-3.0</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Betonung liegt auf dem Wort „theoretisch“. Denn der eigentliche Witz bei dieser Angelegenheit liegt in der Praxis. Bei all dem Gewicht, dem Hochdruckregister, den 1.250 Registertasten, den sieben Manualen und den dafür geringen knapp vier Jahren Bauzeit, kann das Midmer-Losh-Meisterwerk vor allem eines nicht wirklich meistern: das Spiel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Orgel ist nämlich zum größten Teil nicht funktionstüchtig. Abgesehen davon, dass zum Beispiel das Kombinationssystem (eine Möglichkeit, Registerkombinationen voreinzustellen) noch nie einwandfrei lief, erschwerten Schäden durch den Great Atlantic Hurricane und durch Asbestbefall arg die Instandhaltung, die wohlbemerkt horrende Kosten mit sich bringt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Das riesige Sorgenkind</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dank des Historic Organ Restoration Commitees wird sich seit einigen Jahren schwerpunktmäßig um die durch Spenden finanzierte Reparatur der Orgel gekümmert, weswegen diese 2013 das erste Mal nach 40 Jahren wieder öffentlich gespielt wurde. Das Komitee erwartet, im Jahre 2023 die volle Funktionsfähigkeit wieder hergestellt zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das riesige Sorgenkind lässt sich mittlerweile wieder zu einem Viertel spielen und erfährt endlich die Fürsorge, die es benötigt. Denn solange der Titel der „größten spielbaren Orgel der Welt“ noch der <a href="https://visitmacysusa.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow external" data-wpel-link="external" class="wpel-icon-right">Wanamaker-Orgel in Philadelphia<i class="wpel-icon dashicons-before dashicons-external" aria-hidden="true"></i></a> obliegt, ist noch nicht das Maximum erreicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Monstrum in Aktion:</strong></p>



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</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Update zum Status der Restauration:</strong></p>



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		<title>Wundersame Randnotiz</title>
		<link>https://www.concerti.de/vermischtes/american-fotoplayer-instrument-fuer-stummfilme/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Sep 2017 09:36:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vermischtes]]></category>
		<category><![CDATA[Besondere Musikinstrumente]]></category>
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					<description><![CDATA[Instrument oder Maschine? Die Frage lässt sich kaum eindeutig beantworten. Der American Fotoplayer ist ein teilautomatisierter Hybrid aus Klavier, Orgel und diversen Klangeffekten]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Sein Name allein reicht nicht aus, um eine Vorstellung davon zu erhalten, was sich hinter dem Instrument mit der Größe eines Kleinwagens verbirgt. Der Anblick des American Fotoplayers lässt jedoch erste Schlüsse auf seine Funktion zu. Neben einer in dem Holzgehäuse verbauten Klaviatur sind diversen Orgelpfeifen, Schlaginstrumente und unzählige Hebel, Knöpfe und Schalter integriert. Was heute unvorstellbar ist: Der American Fotoplayer ist ein Instrument zur Live-Vertonung von Stummfilmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der Wunsch nach mehr</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die ersten Stummfilme Hollywoods in den Kinos immer mehr Zuschauer anlockten, wuchs die Nachfrage nach authentischer Begleitmusik und Effekten. Die Kinogänger forderten die Hupe des Autos, oder das Klingeln des Telefons, die im Film zu sehen war, auch zu hören, statt sich den Klang lediglich vorstellen zu müssen. Oftmals wurden Filme zu Beginn des Kinozeitalters von einem Pianisten begleitet, bestenfalls von einem kleinen Orchester – bis die Brüder Burt und Harold van Valkenburg aus Minnesota auf eine Idee kamen&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Prinzip des elektrischen Klaviers, welches mithilfe von Notenrollen selbstständig spielt, diente als Grundlage ihrer Erfindung, welche die Brüder mit zusätzlichen Orgelpfeifen, betrieben durch eine elektrifizierte Luftpumpe, versahen. Gleichzeitig waren beide Instrumente manuell spielbar. Auch Schlaginstrumente wie Pauken, Trommeln und Becken fanden im inneren des American Fotoplayers Platz, die mit Hebeln und Handzügen bedient werden konnten. Verbaute Rasseln, Tröten und Hupen sorgten für die vom Publikum so heiß begehrten Spezialeffekte.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Multitasking vorausgesetzt: American Fotoplayer<br>
</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Je nach Filmszene musste ein Musiker die eigens für den American Fotoplayer hergestellte Notenrollen, mit Namen wie „dramatic – agitato“ oder „hurry – chase – comedy“ abspielen, um für die passende musikalische Untermalung zu sorgen. Der Nachteil: Nach jeder Szene musste eine neue Rolle eingesetzt werden, wobei jedoch nicht die Hebel und Knöpfe mit den Effekten außer Acht gelassen werden durften. Für den Musiker insgesamt eine extrem schweißtreibende Aufgabe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was aus heutiger Sicht abenteuerlich klingt, war zwischen 1912 und 1928 ein Garant für ein unvergessliches Kinoerlebnis. Bis zu zehntausend Exemplare wurden gebaut, von denen nur ein Bruchteil erhalten blieb. Mit der Erfindung des Tonfilms, gegen Ende der 1920er Jahre, war abrupt Schluss mit dem Erfolg des skurrilen Instruments. Auch bei <a href="https://www.concerti.de/vermischtes/ufa-filmnaechte-2017-in-berlin/" target="_self" rel="noopener noreferrer" data-wpel-link="internal">den heute populären Stummfilmkonzerten</a> spielt der American Fotoplayer keine Rolle mehr. Er bleibt eine Randnotiz in der Filmgeschichte – wenn auch eine einmalig wundersame.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der American Fotoplayer in Aktion:</strong></p>



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https://youtu.be/a1R8Rx2db9c
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die ideale Stummfilmuntermalung:</strong></p>



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