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CD-Rezension Lara St. John

Eigenwillige Beleuchtung

Für Überraschungen gut: Lieder und Kammermusik von Schubert mit Harfe statt Klavier? Das Experiment gelingt

vonEcki Ramón Weber,

Eine ungewöhnliche Mischung aus Kammermusik und Liedern von Franz Schubert bietet dieses um die Geigerin Lara St. John versammelte Kammerensemble dar. In der Zusammenstellung ist diese CD, die daherkommt wie ein Konzept-Album, eine gut ausgewogene Abfolge aus Liedpoesie und instrumentaler Reflexion. Musiziert wird unaufgeregt und innig. Die Musiker gehen in ihren Duos stimmig aufeinander ein und sind souverän in ihren Soli. Man spürt den Spaß, den dieses Projekt allen Beteiligten gemacht haben muss. Der äußerst reizvolle Clou bei der Sache: Sämtliche Klavierpartien sind der Harfe übertragen worden. Und das funktioniert sogar bei den Impromptus erstaunlich gut. Eine zwar eigenwillige, aber zauberhafte Beleuchtung des Klangkosmos von Franz Schubert in ungewohnter Farbgebung. Sehr stimmungsvoll und anregend das ganze Unternehmen. Genau das Richtige für die blaue Stunde oder lauschige Abende.

Schubert: Gesänge des Harfners aus „Wilhelm Meister“ op. 12
Sonatine D-Dur op. 137, Impromptus Nr. 2-4, Gretchen am Spinnrade, Sonate a-Moll,
Klaviertrio B-Dur

Lara St. John (Violine), Anna Prohaska (Sopran), Ludwig Quandt (Violoncello), Marie-Pierre Langlamet (Harfe)
Ancalagon

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