„Mit Schlagzeug“ heißt es bei der Besetzung von Fazıl Says Trompetenkonzert. Das wird gleich in den ersten Takten deutlich im suggestiven Rhythmus, geprägt von den asymmetrischen Strukturen der türkischen Aksak-Tradition. Zudem mit den Trommeln Darbuka und Bendir, verbreitet im Nahen Osten. Dazu noch die reizvolle Farbe der Orgel zum Streichorchester – eine überraschende Kombination, die überzeugt. Diese Musik von Fazıl Say mit Aspekten aus dem Okzident und Orient nimmt sofort für sich ein. Melodischer Reichtum, harmonische Fülle, breit gefächerte Farben und rhythmische Energie bündelt Fazil Say zu einem abwechslungsreichen Werk. Alle Beteiligen dieser Produktion sind hörbar vom Charme dieses atmosphärischen Werks hingerissen, dessen dritter Satz „Anatolian Romance“ und Finale zudem zwischendurch Jazzeinflüsse verarbeiten. Mit gleicher Leidenschaft sind sie beim Stück von Wolf Kerschek am Werk. Dieser setzt in seinem Doppelkonzert „The Four Elements“ für Trompete, Horn und Orchester auf weit gespannte, schillernde Klanglandschaften, in denen sich die beiden Soloinstrumente in verschiedenen Charakteren umspielen und bespiegeln. Tolle Repertoirebereicherung!
Say: Konzert für Trompete, Orgel & Streichorchester mit Schlagzeug, Kercshek: The Four Elements
Matthias Höfs (Trompete), Tillmann Höfs (Horn), Christian Schmitt (Orgel), Mustafa Aykut Köselerli (Schlagzeug), Münchner Rundfunkorchester, Christoph Altstaedt (Leitung)
Berlin Classics





