Sophie Rennert (Phèdre), Chor, Bewegungsstatisterie

Opern-Kritik: Nationaltheater Mannheim – Hippolyte et Aricie

Absolut barock

(Mannheim, 1.5.2021) Regisseur Lorenzo Fioroni und Dirigent Bernhard Forck entzünden mit Rameaus Meisterwerk ein fantastisches Feuerwerk der Fantasie und bescheren dem digitalen Publikum eine selten gewordene Musiktheater-Erfüllung. weiter

Szene aus „Schuberts Reise nach Atzenbrugg“ am Gärtnerplatztheater

Opern-Kritik: Staatstheater am Gärtnerplatz – Schuberts Reise nach Atzenbrugg

Rund wie ein Marillen-Knödel

(München, 30.4.2021) Die Vorarlberger Komponistin Johanna Doderer vertont Peter Turrinis Libretto als Biedermeier-Bild voller Sang und Klang, als Franz Schubert triumphiert der großartige Tenor-Singschauspieler Daniel Prohaska. weiter

The Turn of the Screw

Opern-Kritik: La Monnaie Brüssel – The Turn of the Screw

Begegnung der unheimlichen Art

(Brüssel, 28.4.2021) Andrea Breth inszeniert mit bestechender Präzision Benjamin Brittens Kammeroper „The Turn of the Screw“ weiter

Jakob Geppert, Sarah Brady, Monica Walerowicz, Weronika Rabek

Opern-Kritik: Staatsoper Hannover – The Turn of the Screw

Am Rande des Wahnsinns

(Hannover, 23.4.2021) Immo Karaman setzt bei Brittens Psychothriller „The Turn of the Screw“ auf effektvolle Horrorfilmszenarien in Schwarzweiß. weiter

Paula Meisinger, Andromahi Raptis, Martin Platz, Klaus Brummer

Opern-Kritik: Staatstheater Nürnberg – Der Vetter aus Dingsda

Mehr Mut zum Träumen, bitte!

(Nürnberg, 18.4.2021) Unter Lutz de Veer fetzt und wufft und groovt die Staatsphilharmonie als veritable Operetten-Combo, Regisseurin Vera Nemirova pudert das pointierte Stück mit allzu viel Bildungsstaub. weiter

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Jenifer Lary

Opern-Kritik: Theater Heidelberg – Lulu

Manege frei!

(Heidelberg, 17.4.2021) Bergs „Lulu“ ist als packender Livestream quasi die Vorpremiere für die echten Aufführungen im Theater Heidelberg. weiter

Jussi Myllys (Romeo) und Lavinia Dames (Julia)

OPERN-KRITIK: Deutsche Oper am Rhein – Romeo und Julia

Der Tod ist die Meisterin

(Duisburg, 17.4.2021) Boris Blacher beweist, wie man für Shakespeares legendäres Liebespaar an Charles Gounod vorbeikomponieren kann – ganz ohne Brokat, Gold und Renaissance-Plüsch. weiter

„Lucrezia“ – Lena Sutor-Wernich

Opern-Kritik: Staatstheater Darmstadt – Lucrezia / Faust et Hélène

Wirklichkeit und Illusion

(Darmstadt, 9.4.2021) Mariame Clément vereint Händels Kantate „Lucrezia“ und Lili Boulangers „Faust et Hélène“ zu einer überraschend überzeugenden Einheit. weiter

Daniel Brenna (Siegfried)

Opern-Kritik: Göteborgs Operan – Siegfried

Endspiel alternder Helden

(Göteborg, 26. bis 28.3.2021) Steven Langridge und sein „Ring“ der Nachhaltigkeit geht mit „Siegfried“ als Streaming in die nächste Runde – mit einer ganz famosen nordischen Sängerschar. weiter

Szenenbild aus „Ariane et Barbe-Bleue“ an der Opéra de Lyon

Opern-Kritik: Opéra de Lyon – Herzog Blaubarts Burg

Im Horrorharem

(Lyon, 24. und 26.3.2021) Zum Festivalmotto „Freie Frauen“ zeigt der nach München wechselnde Intendant Serge Dorny mit gleich zwei Blaubart-Opern, dass von ihm im Musiktheater an der Isar kein kulinarischer Kuschelkurs zu erwarten ist. weiter

Mario Lee, Susann Vent-Wunderlich, Erika Simons

Opern-Kritik: Theater Osnabrück – Trouble in Tahiti

Der Lack ist ab!

(Osnabrück, 20.2.2021) Der Stream als theatrales Vergnügen: Guillermo Amayas lebenswahre Inszenierung lässt das Paar Dinah und Sam sogar in den eigenen vier Wänden ernsthaft auf Social Distance gehen. weiter

Bernard Richter (Titus) und Justin Hopkins (Publio)

Opern-Kritik: Grand Théâtre de Genève – La clemenza di Tito

Kunst ist Macht

(Genf, 19.2.2021) Der enorm angesagte Schweizer Film- und Schauspielregisseur Milo Rauch debütiert mit Mozart in der Oper und wagt eine dialektisch deutlich angeschärfte, verstörende Sicht jenseits plumper Provokation. weiter

Camilla Nylund (Jenůfa) und Evelyn Herlitzius (Die Küsterin Buryjovka)

Opern-Kritik: Staatsoper Berlin – Jenůfa

Musik als Möglichkeitsform

(Berlin, 13.2.2021) Sir Simon Rattle und Damiano Michieletto verständigen sich bei Janáček auf ein hoch sensibles Musiktheater des dritten Wegs – und glauben noch ans Utopische. weiter

Ana Fernández Guerra, Luzia Tietze

Opern-Kritik: Oper Köln – Pünktchen und Anton

Spiel, Spaß und Fantasie

(Köln, 10.2.2021) Iván Eröds Kinderoper „Pünktchen und Anton“ nach dem Roman von Erich Kästner feiert ihre deutsche Erstaufführung im Online-Stream. weiter

Roberto Alagna (Lohengrin) und Vida Miknevičiūtė (Elsa von Brabant)

Opern-Kritik: Staatsoper Unter den Linden – Lohengrin

Er ist der Schwan!

(Berlin, 13.12.2020) Noch eine Premiere ohne Publikum im Saal: Calixto Bieito deutet Wagners romantische Oper als packenden Politthriller. weiter

Burkhard Fritz

Opern-Kritik: Oper Köln – Die tote Stadt

Im Banne des Vergangenen

(Köln, 4.12.2020) Die Oper Köln streamt die Premiere von Tatjana Gürbacas Neuinszenierung von Korngolds „Die Tote Stadt“ gratis im Netz. weiter

Szenenbild aus „Die Großherzogin von Gerolstein“

Opern-Kritik: Komische Oper Berlin – Die Großherzogin von Gerolstein

Kein nymphomanes Dummchen!

(Berlin, 31.10.2020) Barrie Kosky verzichtet in seiner Inszenierung von „Die Großherzogin von Gerolstein“ an der Komischen Oper Berlin auf Corona-Seufzer und wendet den für die Theaterkultur eingesetzten Begriff „Freizeitindustrie“ ins Visionäre. weiter

Szenenfoto mit Andreas Jäpel (Mazeppa) und Kim-Lillian Strebel (Maria)

Opern-Kritik: Staatstheater Cottbus – Mazeppa

Brüche und Widersprüche

(Cottbus, 25.10.2020) Andrea Moses macht aus Tschaikowskys „Mazeppa“ eine atemberaubende Studie über den Untergang eines Imperiums. weiter

Szene aus Bizets Oper „Carmen“ am Staatstheater Hannover

Opern-Kritik: Staatsoper Hannover – Carmen

Carmens Töchterchen

(Hannover, 24.10.2020) Zwischen Musical, Revue und Performance verlegt Barbora Horáková Bizets Evergreen in die Jugendkultur der Gegenwart, ersetzt damit alte Klischees durch neue. weiter

Szene aus Joachim Raffs Oper „Dame Kobold“ am Theater Regensburg

Opern-Kritik: Theater Regensburg – Dame Kobold

Italianità aus Weimar

(Regensburg, 24.10.2020) Er war mit Liszt befreundet und wurde mit Brahms und Wagner in einem Atemzug genannt: Endlich werden jetzt die Opern des Joachim Raff wiederentdeckt. weiter