„Lucrezia“ – Lena Sutor-Wernich

Opern-Kritik: Staatstheater Darmstadt – Lucrezia / Faust et Hélène

Wirklichkeit und Illusion

(Darmstadt, 9.4.2021) Mariame Clément vereint Händels Kantate „Lucrezia“ und Lili Boulangers „Faust et Hélène“ zu einer überraschend überzeugenden Einheit. weiter

Daniel Brenna (Siegfried)

Opern-Kritik: Göteborgs Operan – Siegfried

Endspiel alternder Helden

(Göteborg, 26. bis 28.3.2021) Steven Langridge und sein „Ring“ der Nachhaltigkeit geht mit „Siegfried“ als Streaming in die nächste Runde – mit einer ganz famosen nordischen Sängerschar. weiter

Szenenbild aus „Ariane et Barbe-Bleue“ an der Opéra de Lyon

Opern-Kritik: Opéra de Lyon – Herzog Blaubarts Burg

Im Horrorharem

(Lyon, 24. und 26.3.2021) Zum Festivalmotto „Freie Frauen“ zeigt der nach München wechselnde Intendant Serge Dorny mit gleich zwei Blaubart-Opern, dass von ihm im Musiktheater an der Isar kein kulinarischer Kuschelkurs zu erwarten ist. weiter

Mario Lee, Susann Vent-Wunderlich, Erika Simons

Opern-Kritik: Theater Osnabrück – Trouble in Tahiti

Der Lack ist ab!

(Osnabrück, 20.2.2021) Der Stream als theatrales Vergnügen: Guillermo Amayas lebenswahre Inszenierung lässt das Paar Dinah und Sam sogar in den eigenen vier Wänden ernsthaft auf Social Distance gehen. weiter

Bernard Richter (Titus) und Justin Hopkins (Publio)

Opern-Kritik: Grand Théâtre de Genève – La clemenza di Tito

Kunst ist Macht

(Genf, 19.2.2021) Der enorm angesagte Schweizer Film- und Schauspielregisseur Milo Rauch debütiert mit Mozart in der Oper und wagt eine dialektisch deutlich angeschärfte, verstörende Sicht jenseits plumper Provokation. weiter

Camilla Nylund (Jenůfa) und Evelyn Herlitzius (Die Küsterin Buryjovka)

Opern-Kritik: Staatsoper Berlin – Jenůfa

Musik als Möglichkeitsform

(Berlin, 13.2.2021) Sir Simon Rattle und Damiano Michieletto verständigen sich bei Janáček auf ein hoch sensibles Musiktheater des dritten Wegs – und glauben noch ans Utopische. weiter

Ana Fernández Guerra, Luzia Tietze

Opern-Kritik: Oper Köln – Pünktchen und Anton

Spiel, Spaß und Fantasie

(Köln, 10.2.2021) Iván Eröds Kinderoper „Pünktchen und Anton“ nach dem Roman von Erich Kästner feiert ihre deutsche Erstaufführung im Online-Stream. weiter

Roberto Alagna (Lohengrin) und Vida Miknevičiūtė (Elsa von Brabant)

Opern-Kritik: Staatsoper Unter den Linden – Lohengrin

Er ist der Schwan!

(Berlin, 13.12.2020) Noch eine Premiere ohne Publikum im Saal: Calixto Bieito deutet Wagners romantische Oper als packenden Politthriller. weiter

Burkhard Fritz

Opern-Kritik: Oper Köln – Die tote Stadt

Im Banne des Vergangenen

(Köln, 4.12.2020) Die Oper Köln streamt die Premiere von Tatjana Gürbacas Neuinszenierung von Korngolds „Die Tote Stadt“ gratis im Netz. weiter

Dagmar Manzel in „Pierrot Lunaire“

Opern-Feuilleton: Inszenierung während der Corona-Krise

Visionäre und Verwalter

Ist die Pandemie auch eine Chance, um der alten Dame Oper eine Frischzellenkur zu verpassen? Mutige Macher setzen Hoffnungszeichen. Eine Zwischenbilanz. weiter

Szenenbild aus „Die Großherzogin von Gerolstein“

Opern-Kritik: Komische Oper Berlin – Die Großherzogin von Gerolstein

Kein nymphomanes Dummchen!

(Berlin, 31.10.2020) Barrie Kosky verzichtet in seiner Inszenierung von „Die Großherzogin von Gerolstein“ an der Komischen Oper Berlin auf Corona-Seufzer und wendet den für die Theaterkultur eingesetzten Begriff „Freizeitindustrie“ ins Visionäre. weiter

Edita Gruberova

Abschied von der Bühne: Edita Gruberová

Wahre Schönheit

Die Kaiserin der Koloraturen, das Biest des Belcanto Edita Gruberová verabschiedet sich im sechsten Karrierejahrzehnt von der Bühne. weiter

Szenenfoto mit Andreas Jäpel (Mazeppa) und Kim-Lillian Strebel (Maria)

Opern-Kritik: Staatstheater Cottbus – Mazeppa

Brüche und Widersprüche

(Cottbus, 25.10.2020) Andrea Moses macht aus Tschaikowskys „Mazeppa“ eine atemberaubende Studie über den Untergang eines Imperiums. weiter

Szene aus Bizets Oper „Carmen“ am Staatstheater Hannover

Opern-Kritik: Staatsoper Hannover – Carmen

Carmens Töchterchen

(Hannover, 24.10.2020) Zwischen Musical, Revue und Performance verlegt Barbora Horáková Bizets Evergreen in die Jugendkultur der Gegenwart, ersetzt damit alte Klischees durch neue. weiter

Szene aus Joachim Raffs Oper „Dame Kobold“ am Theater Regensburg

Opern-Kritik: Theater Regensburg – Dame Kobold

Italianità aus Weimar

(Regensburg, 24.10.2020) Er war mit Liszt befreundet und wurde mit Brahms und Wagner in einem Atemzug genannt: Endlich werden jetzt die Opern des Joachim Raff wiederentdeckt. weiter

Szene aus „Solitude“ an der Oper Leipzig

Ballett-Kritik: Oper Leipzig – Solitude

Zusammen ist man noch mehr allein

(Leipzig, 16.10.2020) Mit elektrisierendem wie enervierendem Klarblick machen Choreograf Mario Schröder und das Leipziger Ballett den derzeitigen Missstand transparent. weiter

Meili Li (Tolomeo)

Opern-Kritik: Theater Lübeck – Tolomeo

Fünf Egos auf der einsamen Insel

(Lübeck, 11.10.2020) Regisseur Anthony Pilavachi und Ausstatterin Tatjana Ivschina transzendieren das Artifizielle barocker Operngestik und das derzeitige Distanzgebot zu berührendem Musiktheater, das uns ganz viel angeht. weiter

Thomas Oliemans (Vicomte de Valmont) und Mojca Erdmann (Marquise de Merteuil)

Opern-Kritik: Staatsoper Unter den Linden – Quartett

Lust am Untergang

(Berlin, 3.10.2020) Mit ihrer traditionell angesetzten Premiere zum Jahrestag der Wiedervereinigung landet die Staatsoper Unter den Linden einen großartigen Coup: Luca Francesconis Oper nach dem Schauspiel von Heiner Müller erklingt erstmals in deutscher Sprache. weiter

Schlüpft in die Rolle der Marquise: Mojca Erdmann in „Quartett“

Opern-Tipp: Francesconis „Quartett“ an der Staatsoper unter den Linden

Durchtrieben bis ins Mark

Lust, Macht und Gewalt: In der Zwei-Personen-Oper „Quartett“ von Luca Francesconi steht die Moral auf dem Prüfstand. weiter