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Szymanowskis „Stabat Mater“ in München

Innigste Momente

Ivan Repušić und das Münchner Rundfunkorchester leuchten Karol Szymanowskis „Stabat Mater“ aus.

vonJan-Hendrik Maier,

Trauer und Tod zählen zu den Themen, denen sich kein Mensch entziehen kann, gehören sie doch unweigerlich zum Leben. Dass aus der künstlerischen Auseinandersetzung damit immer wieder innigste Momente der Musik entstanden sind, zeigt das Münchner Rundfunkorchester in seinem Konzert in der Herz-Jesu-Kirche. Im Zentrum steht dabei Karol Szymanowskis „Stabat Mater“, das infolge des Tods seiner Nichte im Januar 1925 entstanden ist. Im Gegensatz zu früheren Vertonungen des mittelalterlichen Klagegesangs Marias über den Tod Jesu wählte Szymanowski eine polnische Übersetzung des Textes. Zugleich ließ er in die schlichte Partitur zahlreiche Anklänge an die Kirchen- und Volksmusik seiner Heimat einfließen.

Dem gegenüber stehen das prägnante, nur dreiminütige „Lacrimosa“ seines Landmanns Witold Lutosławski sowie eine Meditation Arvo Pärts über das Turiner Grabtuch und Pēteris Vasks’ „Musica dolorosa“. Letztere schrieb der Lette als Reaktion auf den Tod seiner Schwester.

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