20. Jubiläum der Biennale für Aktuelle Musik Bremen

Die Wahrnehmung zum Tanzen bringen

Die Biennale Aktueller Musik Bremen lockt mit Musik, Aktion, Vortrag, Film und Installation

© Erhard Sprenger/Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik

Ensemble-Talea

Ensemble-Talea

Ohne die Initiative regionaler Verbände zur Förderung der zeitgenössischen Musik würden viele Festivals der Avantgardemusik in großen Metropolen gar nicht erst zustandekommen. Während in Hamburg der Verband für aktuelle Musik jeweils im Frühsommer sein Festival „blurred edges“ auf die Beine stellt, ist es in Bremen die „projektgruppe neue musik bremen“, kurz „pgnm“, die seit 1991 Festivals mit zeitgenössischer Musik und seit 2003 die Konzertreihe REM (Reihe Elektronische Musik) präsentiert. Ebenfalls auf das Konto von „pgnm“, die auch Gründungsmitglied des Netzwerks Neue Musik Nordwest Klangpol ist, geht überdies die Biennale Aktueller Musik Bremen, die 2018 ihr 20. Jubiläum feiert.

Die Biennale Aktueller Musik Bremen steht unter dem Motto „Ortnungen“

Die Besonderheit dieses vom 21. bis zum 23. September in der Schwankhalle, den Gleishallen, der Spedition und im Sendesaal Bremen stattfindenden Festivals ist der Wunsch, Konzerte mit Diskussionsforen und Vorträgen sowie Komponistenbegegnungen zu begleiten. In den mit dem Kunstwort „Ortnungen“ überschriebenen Konzerten dieses Jahres geht es auch um die Frage, wie ein (Aufführungs-)Ort die Struktur eines neuen Werkes beeinflussen kann und wie ein Raum installativ, medial und klanglich geöffnet oder begrenzt werden kann. Ein Beispiel dafür liefert im Eröffnungskonzert am 21. September in der Gleishalle beim Handelsmuseum die Komponistin Iris ter Schiphorst mit der Uraufführung ihrer Konzertinstallation „Bleche“ für einen mikrofonierten Solo-Schlagzeuger, im Raum verteilte resonierende Bleche, Zuspiele und Klangregie.

Am Folgetag stellt Martin Schüttler sein multimediales Projekt „schöner leben 9 (Turing Maschine)“ für einen mikrofonierten Dirigenten, Click-Tracks, Monitore und Zuspielungen in der Bremer Schwankhalle vor und hält darüber hinaus einen Vortrag. Viel Aufmerksamkeit werden am selben Tag Michael Vorfeld mit seiner „Glühlampenmusik“ und Lê Quan Ninh mit dem Schlagzeugwerk „With respect to the surrounding ,silence 4‘“ wecken. Im Abschlusskonzert am 23. September ebenfalls in der Schwankhalle stehen Steven Takasugis in den Jahren 2009 bis 2015 entstandene „Sideshow“ für verstärktes Oktett und Zuspiel sowie Trevor Wisharts Stimmperformance mit Elektronik „vox 5“ im Mittelpunkt.

Steven Takasugi über sein Werk „Sideshow“:

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concerti-Tipp:

20. Biennale Aktueller Musik Bremen
21.–23.9.2018
Olaf Tzschoppe, Ensemble Babylon, Martin Schüttler, Talea Ensemble u. a.

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