© Oellermann

Helmut Oehring

Helmut Oehring

Seine Muttersprache ist die Gebärdensprache, sprechen lernte Helmut Oehring erst im Alter von vier Jahren. 1961 in Ost-Berlin geboren, wuchs Oehring als Sohn zweier gehörloser Eltern in einer Welt zwischen akustischer und visueller Kommunikation auf – er selbst ist nicht taub und heute ein erfolgreicher Komponist. Der Weg dahin war jedoch, abgesehen von der ohnehin schwierigen Situation in seinem Elternhaus, nicht ganz unbeschwerlich. Nachdem er nämlich den Wehrdienst in der DDR verweigerte, wurde er vom Studium ausgeschlossen, sodass er zunächst als Autodidakt komponierte. Nach dem Ende der DDR studierte er ab 1992 schließlich für zwei Jahre als Meisterschüler von Georg Katzer an der Berliner Akademie der Künste, anschließend folgte ein einjähriges Stipendiat an der Villa Massimo in Rom. Mittlerweile werden seine Werke überall in Europa, in Asien und in Nordamerika aufgeführt. Oehrings Kompositionsschwerpunkt liegt im Bereich der Oper sowie in szenischen Konzerten, wobei er von Alter Musik, aber auch von Literatur und Philosophie beeinflusst ist.

Sonntag, 27.09.2020 11:00 Uhr Kulturpalast Dresden

Schulhoffs Fortschrittskonzerte (abgesagt)

Freies Ensemble Dresden, Mitglieder der Dresdner Philharmonie

Opern-Kritik: Oper Köln – Kunst muss (zu weit gehen) oder Der Engel der schwieg

Für ein neues Böll-Bild

(Köln, 9.12.2017) Helmut Oehring und Stefanie Wördemann sowie das Ensemble Musikfabrik umspielen Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll musiktheatralisch weiter

„FinsterHERZ oder Orfeo17“ in Potsdam

Monteverdis „Orfeo“ trifft auf Conrads „Heart of Darkness“

Das Szenische Konzert „FinsterHERZ oder Orfeo17“ von Helmut Oehring bietet gehörlosen Geflüchteten ein Podium weiter