Feiner Beethoven

CD-Rezension Benjamin Moser

Feiner Beethoven

Spät-Vorlieben: Benjamin Moser trägt keine grellen Farben auf, sondern pinselt sich wachen Auges durch die Werke

Zwei Spät-Werke, zwei letzte Sonaten hat der Pianist Benjamin Moser für seine neue CD ausgewählt: Beethovens Opus 111 und Schuberts D 960. In der Maestoso-Einleitung zu Beethovens Sonaten-Epilog verzichtet Moser auf kathedralengroße Gebärden, das anschließende „con brio“ nimmt er nicht überbordend; doch zeichnet sich hier bereits ab, was im zweiten Satz offen zutage tritt: sein Gespür für gesanglichen Linien, für feingezeichnete Verläufe. Moser trägt keine grellen Farben auf, sondern pinselt sich wachen Auges durch die Verläufe und ihre Details. Das gilt besonders für Schuberts B-Dur-Sonate. Große Momente bietet er in der Durchführung des ersten und in den versonnen-versunkenen Momenten des zweiten Satzes. Wie keck antwortet darauf das Scherzo, bevor er das Rondo mit Andacht, aber keineswegs devot eröffnet. Besonders hervorzuheben Mosers immer wieder ahnungsvoll schwingenden Piano-Passagen!

Beethoven: Sonate Nr. 32
Schubert: Sonate Nr. 21

Benjamin Moser (Klavier)
CAvi

Termine

Freitag, 19.02.2021 20:00 Uhr Theater in Kempten

Benjamin Moser, Nürnberger Symphoniker

Li: Frühlingsfest-Ouvertüre, Schumann: Sinfonie Nr. 1 B-Dur op. 38 „Frühlingssinfonie“, Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18

Samstag, 20.02.2021 20:00 Uhr Bürgerhaus Unterföhring

Benjamin Moser, Nürnberger Symphoniker

Li: Frühlingsfest-Ouvertüre, Schumann: Sinfonie Nr. 1 B-Dur op. 38 „Frühlingssinfonie“, Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18

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