Die Puszta als Schauplatz, eine lebenshungrige Frau, ein hedonistischer Prinz und ein jüdischer Intellektueller stecken den Rahmen zu Michael Krasznay-Krausz’ lange vergessener Operette „Die gelbe Lilie“ ab. Regisseur Christian von Götz, Spezialist für Wiederentdeckungen verfemter Komponisten, inszeniert das 1934 entstandene Werk als spiel- und tanzwütige Antikriegsoperette und verweist zugleich auf die tragische Biografie des Komponisten, der wegen seiner jüdischen Herkunft vor den Nazis fliehen musste. Mit subtiler Gesellschaftskritik im heiteren Gewand zeigt die Inszenierung eine Mischung aus Lebenslust, Ironie und historischer Tiefe, die Krasznay-Krausz’ Operette zu einer lohnenswerten Neuerschließung macht.
Krasznay-Krausz: Die gelbe Lilie
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„Da habe ich gemerkt: Elsa, du musst noch viel lernen!“
Elsa Dreisig hört und kommentiert Aufnahmen von Kollegen, ohne dass sie weiß, wer singt.
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