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ORBIT. Festival für aktuelles Musiktheater

Fusion der Sinne

Mit dem Festival „Orbit“ soll Köln wieder zu einem Zentrum für aktuelles Musiktheater werden.

vonMaximilian Theiss,

2022 haben Christina C. Messner und Sandra Reitmayer mit „Orbit“ ein Festivalformat ins Leben gerufen, in dem unterschiedliche Kunstdisziplinen zusammenfinden sollen zu einem gesamtheitlichen musiktheatralen Erlebnis. Der Gedanke der Uraufführung tritt dabei in den Hintergrund, stattdessen will man dem Publikum ein möglichst breites Spektrum aktueller künstlerischer Strömungen bieten und dabei auch eine Wiederaufnahme der Werke an Kölner Spielstätten anstreben.

Ambitionierte Aufführungsdichte

In diesem Jahr gehört die Aufführung von „Hark!“ zu den Höhepunkten, eine getanzte Auseinandersetzung mit Barockmusik. Luísa Saraiva und Senem Gökçe Oğultekin möchten mit singenden Körpern eine Beziehung zu den Zuhörenden herstellen, die das Gehörte sehen und das Gesehene hören sollen: eine Fusion der Sinne sozusagen. Eine weitere der insgesamt acht Musiktheaterproduktionen ist „Cold Sweat“, die den Startschuss der Reihe „Home Operas“ markiert mit installativen Kurz-Opern nach Filmszenen aus B-Movies, uraufgeführt in privaten Wohnungen und urbanen Räumen in Hamburg. Dieser Home Opera liegt der Gangsterfilm „Cold Sweat“ von Terence Young zugrunde.

Mit „Orbit“ wollen Messner und Reitmayer wieder aktuelles Musiktheater zurück in die Rheinmetropole holen, die lange Jahre ein Zentrum zeitgenössischer Musik war. Unter dem Motto „Kooperation statt Konkurrenz” forcieren die Festivalveranstalter zudem eine Vernetzung der Kölner Kunstszene mit überregionaler Strahlkraft, weshalb sie auch eng mit dem Verein „ON – Neue Musik Köln“ und dem Produktionsbüro „Littlebit“ zusammenarbeiten.

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