Porträtkonzert für Mathias Husmann

Musikexperte und gewitzter Geschichtenerzähler

Zum 70. Geburtstag ehrt die Kammer­oper Hamburg Mathias Husmann mit einem Porträtkonzert

Mathias Husmann © Christian Maleike

Mathias Husmann

Mathias Husmann © Christian Maleike

Er lebe nicht vom, sondern für das Komponieren. So benennt Mathias Husmann seine Beziehung zur Musik, der er sich seit seiner Kindheit kompromisslos widmet: Auf das musikalisch geprägte Abitur folgte ein Dirigier-, Klavier- und Kompositionsstudium, das er im Alter von gerade einmal 22 Jahren mit seinem Debüt als Dirigent bei den Hamburger Philharmonikern und der Hamburgischen Staatsoper abschloss. Seine musikalische Karriere führte ihn als Generalmusikdirektor und Chefdirigent zuerst nach Ulm, dann über Magdeburg nach Greifswald und Stralsund. Außerdem gastierte er bei angesehenen Orchestern aus Tokyo, Berlin, Köln und Bonn.

An seinem 70. Geburtstag blickt er auf eine 40-jährige Karriere als Interpret von Sinfonien, Kammermusik und mehr als 120 Opern zurück. Und auch seine Freizeit verbringt er – wen wundert es – am liebsten am Klavier. Zu seinem Ehrentag am 21. Juni widmet ihm die Hamburger Kammeroper ein moderiertes Porträtkonzert mit Husmanns Klaviertrio und den Kaschnitz-Zyklus „Die Lieder singen schöner uns die Wellen“. Moderiert wird der Abend von zweien seiner langjährigen Wegbegleiter: dem ehemaligen Hamburger Staatsrat Michael Sachs und Dr. Wilhelm Matejka, der lange Zeit Programmchef vom Kulturradio des RBB war. Auch die mitwirkenden Künstler sind dem mittlerweile in Lübeck lebenden Husmann wohl bekannt. Carlos Johnson, Konzertmeister der Lübecker Philharmoniker, die Sopranistin Miriam Meyer-Waide als langjährige Solistin an der Komischen Oper und Hans-Christian Schwarz, Cello-Solist der Lübecker Philharmoniker, werden von Tamami Toda-Schwarz am Klavier begleitet.

An der Hamburger Kammeroper zu Hause: Mathias Husmann

Die Hamburger Kammeroper im Allee Theater ist ein Traditionshaus für Husmann. Hier wurde 2015 seine Oper „Verdi und die Dame mit Noten“ aufgeführt und für die Spielzeit 2018/2019 realisierte er mit seinem Stück „Offenbachs Traum“ sein zweites Auftragswerk für die Kammeroper. Dass er nicht nur mit Noten, sondern auch mit Sprache umgehen kann, scheint seine zweite Gabe zu sein.

Für concerti verfasste er den poetischen und kurzweiligen Konzertführer „Präludien fürs Publikum“ mit 99 knappen Konzert- und Operneinführungen. Dass der zweifache Großvater nicht nur ein Musikexperte der ersten Stunde, sondern auch ein gewitzter Geschichtenerzähler ist, macht ihn bei seinen Enkeln natürlich umso beliebter.

concerti-Tipp:

Porträtkonzert zum 70. Geburtstag
Do. 21.6., 19:30 Uhr
Allee Theater
Miriam Meyer-Waide u. a.
Husmann: Klaviertrio & Kaschnitz-Zyklus „Die Lieder singen schöner uns die Wellen“

Buch-Tipp

Mathias Husmann: Präudien füs Publikum
99 Konzert- und Operneinführungen in aller Kürze

223 Seiten
concerti media

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