Die in 1987 in Zwickau geborene Cellistin Marie-Elisabeth Hecker gehört zu den vielbeschäftigten Künstlerinnen ihrer Generation. Internationale Aufmerksamkeit erregte sie 2005 beim Rostropowitsch-Wettbewerb in Paris, als sie dort als erste Teilnehmerin überhaupt neben dem Ersten Preis auch zwei Sonderpreise gewann. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie am Robert-Schumann-Konservatorium ihrer Heimatstadt sowie bei Peter Bruns und Heinrich Schiff in Leipzig. Von 2007 bis 2010 studierte sie bei Frans Helmerson an der Kronberg Academy, zudem besuchte sie Meisterkurse bei Steven Isserlis, Bernard Greenhouse und Gary Hoffman. Am Konzerthaus Dortmund wurde sie in der Reihe „Junge Wilde“ gefördert, später erhielt sie ein Stipendium für einen Aufenthalt an der Villa Massimo in Rom.
Marie-Elisabeth Hecker stand bereits mit Klangkörpern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und dem Orchestre de Paris auf der Bühne und arbeitete mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Michael Sanderling und Christoph Eschenbach zusammen. Darüber hinaus ist Hecker eine engagierte Kammermusikerin. Zu ihren regelmäßigen Partnern zählen Antje Weithaas, Carolin Widmann und Martin Helmchen. Mit Letztgenanntem gründete sie 2023 das Kammermusikfestival Fliessen. Ihr breites Repertoire umfasst neben den Klassikern auch zeitgenössische Stücke, darunter York Höllers Doppelkonzert, das sie 2022 uraufführte.
Seit 2017 unterrichtet Marie-Elisabeth Hecker als Professorin an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.


