Mit rund 700.000 aktiv singenden Menschen in etwa 13.000 Chören bildet die Vokalkunst eine der größten musikalischen Gemeinschaften des Landes – ein weit verzweigtes, traditionsreiches Feld, das über Jahrhunderte hinweg eine beeindruckende kulturelle Spur gelegt hat. Der Deutsche Chorverband widmet sich diesem Erbe nun in seinem neuen Podcast „Chorgeschichte(n)“, der das Chorleben der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Monat für Monat öffnen die beiden Hosts – die Musikjournalistin Cornelia de Reese und die Musikwissenschaftlerin Anna Schaefer von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg – ein Fenster in die Vergangenheit und stellen außergewöhnliche Fundstücke vor: von hundert Jahre alten Schellackplatten über liebevoll kommentierte Postkarten bis hin zu kunstvoll gefertigten Anstecknadeln. Aus solchen Zeugnissen entsteht nach und nach ein vielschichtiges, historisch sorgfältig verankertes Panorama des damaligen Vereinsalltags. Zugleich setzt sich der Verband kritisch mit seiner eigenen Geschichte auseinander, insbesondere mit seiner Rolle während der NS-Zeit.
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Chorgeschichte(n)
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