In einem malerischen Bergdorf im Kanton Uri stehen gleich drei Hochzeiten an. Eigentlich ein Grund zu ausgelassener Freude, aber ein Gast kann nicht anders, als andauernd an die Unterdrückung seiner Gemeinschaft durch die Habsburger zu denken: Wilhelm Tell sehnt sich nach Freiheit. Als ihn plötzlich der von Soldaten gejagte Schäfer Leuthold um Geleit auf die andere Seite des sturmerfüllten Vierwaldstättersees bittet, zögert Tell nicht lange. Später wird ihn der Landvogt Gessler zwingen, als Zeichen der Unterwürfigkeit vor dessen Hut niederzuknien. Tell weigert sich und soll als Strafe einen Apfel vom Kopf seines Sohns Jemmy schießen … Ein dramatischer Kampf um Freiheit entfacht sich.
Wilhelm Tell: eine Sagenfigur als Nationalheld der Schweiz
Zum ersten Mal kommt Gioachino Rossinis 1829 uraufgeführte Oper „Wilhelm Tell“ über den Gründungsmythos der Eidgenossenschaft und den Schweizer Nationalhelden auf die Bühne der Oper Lausanne. Für die detailreiche Inszenierung zeichnet der in London lebende Regisseur Bruno Ravella verantwortlich. In der Titelpartie ist Bariton Jean-Sébastien Bou zu erleben. Ihm steht Luigi De Donato als Gessler gegenüber. In den Rollen von Tells Familie schlüpfen Géraldine Chauvet als Ehefrau Hedwig und Elisabeth Boudreault als Sohn Jemmy. Marc Scoffoni verkörpert den Leuthold. Am Pult des Orchestre de Chambre de Lausanne steht Francesco Lanzillotta.
Arte zeigt eine Aufzeichnung aus der Oper Lausanne vom Oktober 2025 heute Abend ab 23:45 Uhr im TV. Danach ist die Produktion zwei Monate in der Arte-Mediathek verfügbar.
concerti-Tipp:
Rossini: Wilhelm Tell
So. 30.11., 23:45 Uhr
Arte


