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CD-Rezension Gustavo Gimeno dirigiert Schostakowitsch

Ideenreichtum

Orchester und Dirigent musizieren auf einer Wellenlänge und nähern sich voller musikalischem Tatendrang der Musik Schostakowitschs

vonJohann Buddecke,

Ein Schlagzeuger am Dirigierpult? Gustavo Gimeno, Musikdirektor des Orchestre Philharmonique du Luxembourg, beweist auf diesem Album, dass seine Entscheidung für ein Wechsel von den Schlagstöcken zum Taktstock in jedem Fall die richtige war. Sein hoher musikalischer Anspruch und sein exzellentes Gespür für die Musik Schostakowitschs treffen hier auf einen transparenten Orchesterklang, der sowohl dynamische Kontraste klar pointiert, als auch mit seinem detailliert ausbalancierten Klangspektrum überzeugt. Trotz der noch relativ kurzen Zusammenarbeit von Gimeno mit dem Orchester musizieren Klangkörper und Dirigent auf einer Wellenlänge und nähern sich so der voller musikalischem Tatendrang und Ideenreichtum sprudelnden ersten Sinfonie Schostakowitschs. Zusammen mit den frühen Orchester-Scherzi erklingt die Musik des damals sehr jungen Musikers, der zur Entstehungszeit noch unbekümmert von politischen Schikanen komponierte.

Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 10
Scherzi für Orchester op. 1 & op. 7
Thema & Variationen für Orchester op. 3
5 Fragmente für Orchester op. 42

Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Gustavo Gimeno (Leitung)
Pentatone

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