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Rezension Johannes Moser – Lutosławski & Dutilleux

Weiche Klangschönheit

Vor allem bei Henri Dutilleux‘ Konzert aus einer „ganz fernen Welt“ verschmelzen Johannes Moser und das Orchester immer wieder zu einer Einheit.

vonRoland H. Dippel,

Mit zwei wichtigen Cellokonzerten tritt Johannes Moser in die künstlerischen Fußstapfen von Mstislaw Rostropowitsch. Beide von diesem 1970 uraufgeführten Werke setzen mit eigenwilligen Mitteln die Tradition des romantischen Solokonzerts fort. Witold Lutosławski hetzt den Cellisten nach dem langen Einleitungssolo und die scharf schneidenden Bläser aufeinander. In dieser Konfrontation sind auch feinere Waffen, etwa als Dissonanzen getarnte Kantilenen erlaubt. Bei Henri Dutilleux‘ Konzert aus einer „ganz fernen Welt“ verschmelzen Solocello und Orchester immer wieder. Johannes Moser widmet sich den technisch so verschiedenen Anforderungen mit mehr herber als weicher Klangschönheit. Er und Thomas Søndergård stecken im verspielten bis scharfen Clinch, in dem sie alle legitimen Tricks nutzen. Die kammermusikalischen Stellen mit ihren erstaunlichen Klangverschmelzungen werden zu Höhepunkten.

Lutosławski: Cellokonzert
Dutilleux: Cellokonzert „Tout un monde lointain“

Johannes Moser (Violoncello), Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Thomas Sondergard (Leitung)
Pentatone

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