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Buch-Rezension John Axelrod

Philosoph mit Taktstock

Bücher von Dirigenten gibt es einige, doch nur wenige schreiben über den Dienst am Pult. Insofern ist es zu begrüßen, wie uns hier der amerikanische Dirigent John Axelrod durch den Bühneneingang mitnimmt in Proberäume und Orchesterverwaltungen, wie er das Musizieren auf verschiedenen Kontinenten und die mitunter ziemlich komplizierte Kommunikation zwischen Musikern und Maestro beschreibt. Er…

vonJakob Buhre,

Bücher von Dirigenten gibt es einige, doch nur wenige schreiben über den Dienst am Pult. Insofern ist es zu begrüßen, wie uns hier der amerikanische Dirigent John Axelrod durch den Bühneneingang mitnimmt in Proberäume und Orchesterverwaltungen, wie er das Musizieren auf verschiedenen Kontinenten und die mitunter ziemlich komplizierte Kommunikation zwischen Musikern und Maestro beschreibt. Er tut dies mit einer Fülle von Anekdoten, die er gehört oder selbst erlebt hat, wird dabei gern philosophisch – und verbreitet Endzeitstimmung. Mehrfach prognostiziert er den Tod der Klassik, um sich anschließend als innovativer Heilsbringer ins Spiel zu bringen. Das Orchester müsse „seinen Platz in der Gesellschaft zurückerobern“, Axelrod schlägt dafür ein „Mittelschichts-Orchester“ vor, das wie ein Fußballverein organisiert ist, stets nach dem Motto All you need is love musiziert und vom Publikum mit Kaffee und Kuchen versorgt wird.

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