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Rezension Yundi – Mozart: The Sonata Project Salzburg

Entwicklung mit Mozart

Zweifelsfrei ein Gewinn: Yundis Mozart ist von sprudelnder Erzähllust getrieben.

vonChristoph Vratz,

Oft werden Lang Lang und Yundi (ehedem Yundi Li) in einem Atemzug genannt. Hört man das vorliegende Album mit drei Mozart-Sonaten (KV 310, 331, 457) sowie der Fantasie KV 475, so sollte doch dringend differenziert werden. Denn Yundi verrät mit dieser Aufnahme eine künstlerische Weiterentwicklung, die sich bei Lang Lang so nicht feststellen lässt. Mit einem sehr feinen, genau austarierten Anschlag mit einer behutsamen Pedalisierung und vor allem dank der entschlossenen Absage an alles Gewollt-Extravagante kann Yundi überzeugen. Wir erleben einen Mozart, der von einer Erzähllust getrieben ist, die wir auch von seinen Bühnenwerken und großen Konzerten her kennen. Ein Mozart, der mal Gegensätze scharf zeichnet, dem mal binnen weniger Momente ein sanfter Übergang gelingt, der sprudeln kann vor Energie und einsam eine Trauerrede hält. Insofern ist diese Einspielung zweifelsfrei als Gewinn zu werten.

Yundi
Yundi

Mozart – The Sonata Project Salzburg
Mozart: Klaviersonaten Nr. 8 a-moll KV 330, Nr. 11 A-Dur KV 331 „Alla turca“ & Nr. 14 c-moll KV 457, Fantasie c-moll KV 475

Yundi (Klavier)
Warner

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