Agostino Steffani hat Konjunktur. Was vor zehn Jahren noch als Geheimtipp galt, hat sich inzwischen auf den Bühnen etabliert – ob in Schwetzingen, Bayreuth oder Hannover, wo man dem einstigen Opernkapellmeister sogar eine Festwoche widmet. Als vielseitiger Intellektueller wirkte Steffani an zahlreichen Orten, weshalb sich viele Städte von München über Heidelberg bis Düsseldorf dem Komponisten, Diplomaten und Geistlichen bis heute verbunden fühlen. Auch Frankfurt gehört dazu: Auf der Durchreise aus Italien verstarb Steffani hier, und nun bringt die Oper Frankfurt erstmals eines seiner Werke auf die Bühne. „Amor vien dal destino“ erzählt die Aeneis-Episode um den Wettstreit zwischen Aeneas und Turnus um Lavinia, die ihren Vater Latinus retten soll, indem sie Turnus heiratet. Doch Amor greift ein: Er pflanzt Lavinia das Bild des fremden Helden Aeneas ins Herz. Es entspinnt sich ein Reigen von Irrungen und Wirrungen, den Steffani in kontrastierenden Arien, Duetten und Rezitativen zeichnet – kunstvoll verziert, lyrisch ausgesponnen oder mit überraschender Derbheit gewürzt. Am Ende triumphiert die Liebe, und Lavinia findet zu Aeneas.
Steffani: Amor vien dal destino
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„Da habe ich gemerkt: Elsa, du musst noch viel lernen!“
Elsa Dreisig hört und kommentiert Aufnahmen von Kollegen, ohne dass sie weiß, wer singt.
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