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Gedächtnis-Buchenwald-Konzert des Kunstfest Weimar 2024

Der Geschichte begegnen

Das Kunstfest Weimar erinnert an die Schrecken der Vergangenheit.

vonJohann Buddecke,

„Wofür wir kämpfen“ lautet der Slogan des diesjährigen Weimarer Kunstfests, das mit seiner Programmauswahl betonen möchte, was es bedeutet, gegen die Gespenster der Vergangenheit anzukämpfen und finstere historische Kapitel zurück ins Gedächtnis zu rufen. Ein traditioneller Programmpunkt dabei ist das alljährliche Gedächtnis-Buchenwald-Konzert, das in diesem Jahr von dem seit zwei Jahren in Gera beheimateten Kyiv Symphony Orchestra bestritten wird. Unter der Leitung der ukrainischen Dirigentin Oksana Lyniv erklingt in seiner deutschen Erstaufführung das dem Violinisten Andrii Murza gewidmete Konzert für Geige, Sprecher und Orchester von Evgeni Orkin, welches der ­Ukrainer im Anbetracht des brutalen Angriffskriegs gegen sein Heimatland komponierte und dem er den Beinamen „Todesfuge“ gab. Inspiriert wurde das Werk von dem gleichnamigen Gedicht Paul Celans, der damit unter dem Eindruck des Holocausts ein Symbol für die Auseinandersetzung mit den Schrecken der Shoah schuf.

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Orgelpassion
von Stina Quagebeur / Glen Tetley /
Goyo Montero

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Drei choreographische Handschriften und Ideen: In „Omelas“ fragt Stina Quagebeur berührend, ob das Glück vieler auf dem Leid eines Einzelnen beruhen darf. Glen Tetleys Klassiker „Voluntaries“ verbindet virtuos Trauer und Hoffnung. Goyo Montero erforscht in „Aurea“ die Schönheit des Goldenen Schnitts im Tanz.

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