Monat der zeitgenössischen Musik

Neue Töne in Berlin

Vier Wochen Musik, Klangkunst, und Diskurs: Der „Monat der zeitgenössischen Musik“ bringt die Bundeshauptstadt zum Klingen.

© Alexander Obst / Marion Schmieding, Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Zahlreiche Klanginstallationen sind beim „Monat der zeitgenössischen Musik“ u. a. am stillgelegten Flugafen Berlin Tegel zu erleben.

Zahlreiche Klanginstallationen sind beim „Monat der zeitgenössischen Musik“ u. a. am stillgelegten Flugafen Berlin Tegel zu erleben.

Nicht weniger als eine Reise zum Mond versprechen die Veranstalter des „Monats der zeitgenössischen Musik“ in Berlin. Am 20. August wird im stillgelegten Flughafen Tegel gestartet. Dass die Reise nur virtuell ist dank einer VR-Installation von Laurie Anderson und Hsin-Chien Huang – geschenkt: Wer virtuell an Konferenzen und Konzerten teilnehmen kann, kann eben auch virtuell dem Erdtrabanden einen Besuch abstatten. Doch lohnt sich die (reale) Fahrt zum Flughafen auch deshalb, weil dort zahlreiche Klanginstallationen auf Berlins Kunst- und Musikfreunde warten.

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In rund hundert Veranstaltungen an über vierzig Berliner Bühnen (und natürlich auch unter freiem Himmel) werden vielversprechende und prominente Neutöner den aktuellsten Stand der Musik erforschen – und nach anderthalben Jahren weitgehender Stille ganz nebenbei den öffentlichen Raum in musikalischer Hinsicht wieder zurückerobern mit Konzerten, Performances und Klanginstallationen: Mit dem „Sound > Walk > Berlin“ erobert die zeitgenössische Musikszene den Stadtraum und macht die Straßen Berlins zur Bühne. Künstler und Ensembles gestalten zum Monat der zeitgenössischen Musik diverse Orte in ganz Berlin klanglich neu und laden Bewohner und Besucher dazu ein, die Stadt aus der Perspektive der Künstler zu erfahren. Bei den Spaziergängen können sowohl die Stadt wie auch die zeitgenössische Musikszene (neu) entdeckt werden.

Über fünfzig Uraufführungen

Zusammen mit einem Sommerfest wird der Monat der zeitgenössischen Musik am 27. August bei „Labor Sonor : Translating Spaces“ eröffnet (oben erwähnte Mondreise haben die Veranstalter als „Vorspiel“ deklariert). Das Labor Sonor Festival nimmt den Raum als Akteur in den Fokus. Acht Werkaufträge werden an Komponistinnen und Installationskünstler wie etwa Sabine Ercklentz, Frank Bretschneider oder das Duo Nguyễn & Transitory vergeben und über drei Tage hinweg an unterschiedlichen Orten präsentiert. Weitere rund fünfzig Werke werden in den darauffolgenden vier Wochen zur Uraufführung gebracht.

concerti-Tipp:

Monat der zeitgenössischen Musik
27. August bis 30. September 2021 in Berlin
Hier gibt es weitere Infos.

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