Mit der Gegenüberstellung zweier Werke von Ernst Bloch und Dmitri Schostakowitsch beleuchtet das Konzerthausorchester Berlin das spannungsreiche Verhältnis von Volk und Herrschaft in der Kunstmusik. Blochs hebräische Rhapsodie „Schelomo“ für Violoncello und Orchester entfaltet sich als ein Dialog zwischen dem biblischen König Salomo und dem israelitischen Volk. Das orientalisch gefärbte Werk thematisiert Salomos Predigten, seine Weisheit und seine Klage, die Bloch minutiös mit impressionistischer Farbigkeit auszuleuchten verstand. Schostakowitschs elfte Sinfonie hingegen erinnert eindrücklich an den Petersburger Blutsonntag, bei dem kaiserliche Truppen im Jahr 1905 protestierende Demonstranten niederschossen. Das Werk entfaltet in atmosphärischen Klangbildern Kälte und Aufruhr sowie kollektive Trauer. Der vierte Satz wendet sich dabei mit einer Verklärung der Opfer und mit Hoffnung auf eine verheißungsvolle Zukunft ins Positivistische. Am Pult des Konzerthausorchester Berlin steht Michael Sanderling, als Solist ist Residenzkünstler Sheku Kanneh-Mason zu erleben.
Konzerthausorchester Berlin spielt Bloch und Schostakowitsch
Rhapsodie und Revolte
Unter der Leitung von Michael Sanderling spielt das Konzerthausorchester Berlin Musik von Bloch und Schostakowitsch.
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Sheku Kanneh-Mason (*1999 in Nottingham) ist ein britischer Cellist. Er begann im Alter von sechs Jahren mit dem Cellospiel und wurde mit neun Jahren an der Junior Academy der Royal Academy of Music in London aufgenommen. Dort studierte er später bei Hannah…
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Michael Sanderling (geb. 1967) ist einer jener Künstler, dessen eigentliche Berufung sich erst später durchsetzt. Er startet seine Ausbildung als Cellist. In Ost-Berlin in einer Musikerfamilie aufgewachsen – die Mutter ist Kontrabassistin, der Vater Kurt Sanderling selbst bedeutender Dirigent – wird Michael…
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Seit August 2006 trägt das Konzerthausorchester Berlin seinen heutigen Namen, gegründet wurde es jedoch bereits 1952 als Berliner Sinfonie-Orchester im damaligen Osten der Stadt. In der ehemaligen DDR avancierte es innerhalb weniger Jahre zum wichtigsten Klangkörper des Landes und erarbeitete sich unter…
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Termine
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Termintipp
Sa., 11. Juli 2026 19:30 Uhr
Regentenbau Bad Kissingen, Bad Kissingen(Max-Littmann-Saal)Konzert
Josef Špaček, Konzerthausorchester Berlin, Joana Mallwitz
Kissinger Sommer
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Konzert
Alexander Malofeev, Luzerner Sinfonieorchester, Michael Sanderling
Lucerne Festival
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Konzert
Henze: Sinfonia Nr. 9
Musikfest Berlin
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Konzert
Henze: Sinfonia Nr. 9
Lucerne Festival
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Konzert
Sheku Kanneh-Mason, Plínio Fernandes
Kronberg Festival
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Konzert
Saisoneröffnung
Regula Mühlemann (Sopran), Anna Lapkovskaja (Mezzosopran), Zürcher Sing-Akademie, Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern, Luzerner Sinfonieorchester, Michael Sanderling (Leitung)
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Konzert
Saisoneröffnung
Regula Mühlemann (Sopran), Anna Lapkovskaja (Mezzosopran), Zürcher Sing-Akademie, Collegium Vocale zu Franziskanern Luzern, Luzerner Sinfonieorchester, Michael Sanderling (Leitung)
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Konzert
Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125
Masabane Cecilia Rangwanasha (Sopran), Rachel Frenkel (Mezzosopran), Mauro Peter (Tenor), Yannick Debus (Bariton), Zürcher Sing-Akademie, Luzerner Sinfonieorchester, Michael Sanderling (Leitung)
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Rezensionen
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Pianist Rudolf Buchbinder über Schuberts Tänze, das Grafenegg Festival, seine Faszination für verschiedene Ausgaben von Beethoven-Sonaten – und die Fußball-Weltmeisterschaft.
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Atemberaubendes Feuerwerk
Mit funkelnder Virtuosität und unbändiger Ausdruckskraft widmet sich Simone Kermes einer echten Rarität: der Arie È follia d’un alma stolta aus dem Oratorium Giob von Carl Ditters von Dittersdorf. Ein atemberaubendes Feuerwerk klassischer Koloraturkunst – und die Wiederentdeckung eines nahezu vergessenen Meisterwerks. Ein Track aus dem neuen Album „La Luce“.







