Startseite » Festivalfenster » Traunsteiner Sommerkonzerte 2026

Anzeige

Ein echtes Erlebnis

Inhalt

  • Ein echtes Erlebnis

Traunsteiner Sommerkonzerte 2026

Zwischen Celloklang, A-cappella-Magie und barocker Klangkunst suchen die Traunsteiner Sommerkonzerte vom 1. bis 7. September 2026 unter dem Motto „echt“ nach jener musikalischen Wahrhaftigkeit, die in digitalen Zeiten kostbarer scheint denn je.

Tickets

 

Wenn Anfang September wieder die ersten Konzertgäste durch die geschichtsträchtigen Mauern des Kulturforums Klosterkirche Traunstein strömen, geht es um nichts Geringeres als die vielleicht größte Sehnsucht unserer Zeit: das Echte.

Die Traunsteiner Sommerkonzerte 2026 stellen ihre 46. Ausgabe unter ein Motto, das zugleich philosophisch, gesellschaftlich und erstaunlich emotional ist. „echt“ lautet das diesjährige Leitwort. Zwischen künstlicher Intelligenz, perfekt kuratierten Online-Identitäten und täglichem Dauerfeuer aus „Fake News“ wächst die Sehnsucht nach aufrichtigen Momenten. Genau hier setzt Intendant Maximilian Hornung an.

Bereits zum fünften Mal gestaltet der Cellist Maximilian Hornung als Intendant das Programm der Traunsteiner Sommerkonzerte
Bereits zum fünften Mal gestaltet der Cellist Maximilian Hornung als Intendant das Programm der Traunsteiner Sommerkonzerte

Das Cello spielt eine Hauptrolle

Zum fünften Mal gestaltet der international gefeierte Cellist das Festivalprogramm und macht aus dem Begriff „echt“ keine abstrakte Denkaufgabe, sondern eine musikalische Abenteuerreise. Hornung interessiert sich dabei weniger für theoretische Wahrheiten als für die unmittelbare Wirkung von Musik: für Werke, die Generationen geprägt haben, oder für Kompositionen, die so originell waren, dass sie Musikgeschichte schrieben. Das Cello spielt dabei eine Hauptrolle. Kaum ein Instrument klingt menschlicher, wärmer und unmittelbarer. An fünf der sieben Konzertabende wird es deshalb zum roten Faden des Festivals.

Besonders interessant dürfte der Abend „Bearbeitung oder Original?!“ werden. Dort wagt Hornung gemeinsam mit fünf weiteren Cellisten ein musikalisches Experiment mit Seltenheitswert: Antonín Dvořáks berühmtes Cellokonzert und die legendäre neunte Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ erklingen in Fassungen für mehrere Violoncelli. Ein ganzes Orchester ersetzt durch ein einziges Instrument? Genau solche Momente machen den Reiz der Sommerkonzerte aus. Das Publikum erlebt bekannte Meisterwerke völlig neu.

Das Trio Orlowsky Stelter Baldu präsentiert „Petrichor“ bei den Traunsteiner Sommerkonzerten 2026
Das Trio Orlowsky Stelter Baldu präsentiert „Petrichor“ bei den Traunsteiner Sommerkonzerten 2026

Die Traunsteiner Sommerkonzerte setzen auf Perspektivwechsel

Überhaupt setzten die Traunsteiner Sommerkonzerte auf Perspektivwechsel. So auch beim Konzert „Petrichor“ von Klarinettist David Orlowsky. Der Titel bezeichnet jenen unverwechselbaren Duft von Sommerregen auf trockenem Boden. Orlowsky, der Klänge und Gerüche synästhetisch miteinander verbindet, macht daraus einen Konzertabend für alle Sinne. Musik wird hier nicht bloß gehört, sondern scheint zu riechen, zu leuchten und Erinnerungen auszulösen. Gemeinsam mit Daniel Stelter und Tommy Baldu entsteht ein atmosphärischer Klangkosmos irgendwo zwischen Jazz, Weltmusik und poetischer Klangmalerei.

Und dann wäre da noch die menschliche Stimme selbst, die vielleicht ursprünglichste aller musikalischen Ausdrucksformen. Das international gefeierte A-cappella-Ensemble Singer Pur bringt jene unmittelbare Form des Musizierens nach Traunstein, die ohne elektronische Verstärkung oder orchestrale Effekte auskommt. Reine Stimmen, reine Präsenz. Unmittelbarer lässt sich das Festivalmotto kaum interpretieren.

Nicolas Altstaedt führt gemeinsam mit Cembalist Francesco Corti zurück zu den Ursprüngen europäischer Klangkultur
Nicolas Altstaedt führt gemeinsam mit Cembalist Francesco Corti zurück zu den Ursprüngen europäischer Klangkultur

Verbindung aus Vergangenheit und Gegenwart

Ein weiterer Höhepunkt verspricht der Abend mit Nicolas Altstaedt und Cembalist Francesco Corti zu werden. Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Antonio Vivaldi und dem französischen Barockkomponisten Marin Marais führt das Festival zurück zu den Ursprüngen europäischer Klangkultur. Stücke wie „Les Voix Humaines“ oder „Les Folies d’Espagne“ wirken dabei erstaunlich zeitlos.

Der passende Rahmen für diese Konzertwoche könnte kaum stimmungsvoller sein. Veranstaltungsort ist das Kulturforum Klosterkirche in Traunstein – ein Gebäudeensemble mit bewegter Geschichte. Die im 17. Jahrhundert errichtete ehemalige Klosterkirche diente im Laufe der Jahrhunderte unter anderem als Gotteshaus, Getreidespeicher, Schule und später als kultureller Veranstaltungsort. Nach umfassender Sanierung verbindet das denkmalgeschützte Ensemble heute historische Architektur mit zeitgenössischem Kulturleben. Gerade diese Verbindung aus Vergangenheit und Gegenwart verleiht den Sommerkonzerten ihre besondere Atmosphäre.

Die Traunsteiner Sommerkonzerte sind damit weit mehr als eine klassische Konzertreihe. Sie sind ein Gegenentwurf zur digitalen Dauerbeschallung unserer Zeit. Ein Ort, an dem Musik nicht nebenbei konsumiert wird, sondern unmittelbar erlebt werden darf. Live, unperfekt, überraschend – und eben: echt.

Termine

Aktuell sind keine Festivaltermine zu finden.

Inhalt

  • Ein echtes Erlebnis