Startseite » Interviews » 3 Fragen » Ahmad Shakib Pouya

3 Fragen an …

Ahmad Shakib Pouya

Vor acht Jahren kam Ahmad Shakib Pouya nach Deutschland und wurde hierzulande als Musiktheater-Darsteller bekannt. Anfang des Jahres musste er Deutschland wieder verlassen

vonMaximilian Theiss,

Vor acht Jahren kam der gelernte Krankenpfleger und Zahnarzt in Deutschland an, nachdem der liberal denkende Moslem vor den Taliban aus Afghanistan geflohen war. Pouya erlernte die deutsche Sprache, setzte sich hier als Dolmetscher ein und wirkte als Sänger an mehreren Opernproduktionen des Vereins „Zuflucht Kultur“ mit. Kurz: Er repräsentiert das, was man hierzulande als „gelungene Integration“ bezeichnet. Anfang des Jahres wurde Ahmad Shakib Pouya in seine Heimat abgeschoben.

Herr Pouya, wie sieht Ihre derzeitige Lebenssituation in Afghanistan aus?

Nicht schön: Ich muss mich die ganze Zeit verstecken, da ich für zu viele Menschen eine Zielscheibe bin. Zum Glück bekomme ich Hilfe von Bekannten, dennoch kostet mich das Versteckspiel eine Menge Geld.

Was machen Sie, falls Ihr Antrag auf Wiedereinreise nach Deutschland endgültig abgelehnt wird?

Daran will ich gar nicht denken! Und daran werde ich auch nicht denken. Sicher ist: Es wäre ein Leben in ständiger Angst.

Und wenn sie doch bewilligt wird, die Wiedereinreise?

Dann will ich meine Kunstprojekte weiter verfolgen. Da ich sechs Sprachen beherrsche, kann ich mir auch vorstellen, mich im Flüchtlingsbereich einzubringen. Ich habe aber auch fest vor, irgendwann wieder in meinem „richtigen“ Beruf zu arbeiten.

Auch interessant

Rezensionen

Anzeige

Video der Woche

Köthener Bachfesttage 2026
28.8. – 6.9. 2026

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Rund 40 Veranstaltungen in zehn Tagen zeigen, dass jede Stimme zählt – in der Musik wie im Leben. Von Gesprächsformaten über Installationen bis zu großen Konzertmomenten entsteht ein lebendiges Festival voller Leidenschaft, Qualität und Nähe. Freuen Sie sich auf Begegnungen, Entdeckungen und Inspirationen in Köthen (Anhalt) – der Stadt, in der das Wort „Leidenschaft“ erfunden wurde!

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!