3 Fragen an Heinz Strunk

3 Fragen an … Heinz Strunk

Der Schriftsteller, Satiriker und Hörspielproduzent Heinz Strunk kam früh mit klassischer Musik in Kontakt.

© Dennis Dirksen

Heinz Strunk

Heinz Strunk

Herr Strunk, Sie hatten einst klassischen Musikunterricht und wollten auf die Musikhochschule. Wie steht es denn heute um Ihre Beziehung zu klassischer Musik?

Heinz Strunk: Ich würde sie als nicht existent bezeichnen. Ich habe mich aber sehr intensiv mit dem Thema befasst. Meine Mutter war Pianistin und Musiklehrerin. Ich habe es damals quasi von der Pike auf gelernt. Erst hatte ich Geigenunterricht, dann kam die Flöte hinzu, später noch Klavier und zuletzt das Saxofon, über das ich dann mit achtzehn den Jazz entdeckt habe. Ich muss aber auch hier wieder sagen, dass das wieder nur eine temporäre Angelegenheit war und ich für mich feststellen musste, dass ich ein Popmusik-Mensch bin. Ich denke immer mal wieder zwischendurch: Mensch, mach dir doch mal ein bisschen klassische Musik an, kehre aber immer wieder zum Pop zurück. Dazu muss ich auch sagen, dass ich relativ wenig Musik höre.

Und wann hören Sie mal Musik?

Strunk: Gerne während des Autofahrens und während meiner Leibesübungen zu Hause. Das sind eigentlich die einzigen beiden Anlässe. Dass ich mir mal ein neues Album anhöre, kommt praktisch nie vor. Das letzte Mal mit sechzehn. Ich bin auch nicht so der Konzert-Typ. Und wenn, dann gehe ich nur auf Konzerte, bei denen man nicht so eng gedrängt stehen muss. Das war auch schon vor Corona so. Aber ich spiele noch Saxofon, wenn ich mit meinen Bühnenprogrammen auf Tournee bin. Alle meine Bücher haben zudem eine Art Titelsong, den ich bei den Lesungen auf der Flöte intoniere.

Warum wollten Sie damals eigentlich ausgerechnet Flöte lernen?

Strunk: Da gibt es einen ganz konkreten und, wie ich finde, absolut nachvollziehbaren Grund, und zwar meine Begeisterung für Ian Anderson von Jethro Tull. Er war viele Jahre lang mein ganz großes Vorbild.

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