Startseite » Interviews » 3 Fragen » Stefan Gwildis

3 Fragen an …

Stefan Gwildis

Der Jazzmusiker Stefan Gwildis im Kurzinterview

vonChristoph Forsthoff,

In Deutschland wird gern zwischen U- und E-Musik unterschieden – fühlen Sie sich da als Musiker zweiter Klasse?

Ich halte es für klüger, die Musik in zwei andere Kategorien zu packen: in g- und b-Musik – geile Musik und bedeutungslose Musik. Wer mit Klang in Berührung kommt, fragt sich ganz automatisch: Packt mich die Musik und nimmt sie mich mit auf Reisen oder lässt sie mich kalt? Insofern gibt es auch keine Hörer oder Musiker erster oder zweiter Klasse.

Hat es Sie je gereizt, ein klassisches Instrument zu spielen?

Für mich war und ist der Rhythmus das klassischste und archaischste Element der Musik. Folglich war alles mit Schlagwerken, Trommeln, Schlagzeugen – auch Maschinen, Autos, Trecker, Herzschlag in allen Situationen, der Sound eines galoppierenden Wildschweins – Inhalt meiner Studien. Und dieses Studium wird wunderbarerweise noch lange andauern.

Sie selbst waren jüngst mit der NDR Bigband auf Tour – sind Jazzer offener für andere Genres als Klassik-Musiker?

Wer sich ernsthaft mit Musik beschäftigt, spürt, wie herrlich es ist, die Türen von Klangräumen zu öffnen, denn hier sind die Orte, an denen man den Begriff „Grenzenlosigkeit“ erfährt. Und diesen Respekt gibt es bei allen Musikern.

Auch interessant

Rezensionen

Anzeige

Video der Woche

Brokeback Mountain
Oper von Charles Wuorinen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Brokeback Mountain erzählt die Geschichte der beiden Cowboys Ennis und Jack, die sich in der weitläufigen Wildnis um den in Wyoming verorteten fiktiven Berg Brokeback Mountain ineinander verlieben. Unmöglich erscheint eine Beziehung, in der Folge heiraten sie, gründen Familien, bekommen Kinder. Über 20 Jahre sehen sie sich nur äußerst selten, bleiben aber immer lose verbunden.

  • „Ich wäre gerne sarkastischer“
    Interview Nemanja Radulović

    „Ich wäre gerne sarkastischer“

    Nemanja Radulović über sein erstes Prokofjew-Album, mentale Herausforderungen und den Klang alter und neuer Geigen.

Newsletter

Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach: frische Klassik!