Kino: „Der Nussknacker“ mit dem Royal Ballet

Märchenhafter Inszenierungsklassiker

Das Royal Ballet überträgt im Dezember Peter Wrights legendäre „Nussknacker“-Inszenierung in rund 200 deutsche Kinos.

© Tristram Kenton/ROH

Szenenbild aus "Der Nussknacker"

Der Nussknacker/Royal Opera House London, Schneeflocken-Walzer

Mit einem Klassiker verbreitet das Royal Ballet auch in Deutschland vorweihnachtliche Stimmung: Ab dem ersten Advent ist in ausgewählten Kinos Peter Wrights legendäre „Nussknacker“-Inszenierung nach Lew Iwanows Choreografie zu sehen, die dieser zur Uraufführung 1892 am St. Petersburger Mariinski-Theater schuf. Im Ballett von Peter Tschaikowsky wird die Geschichte des Mädchens Clara erzählt, das am Heiligen Abend Besuch ihres mysteriösen Patenonkels Droßelmeier bekommt, der ihr einen Nussknacker schenkt. Nachts, als alle längst im Bett sind, wird Clara Zeugin einer Schlacht, in der Spielzeugsoldaten, angeführt vom ominösen Nussknacker, gegen das Heer des Mäusekönigs kämpfen. Das Mädchen greift in den Kampf ein, der Nussknacker siegt, verwandelt sich in einen Prinzen und reist mit Clara ins Reich der Süßigkeiten. Dort angekommen, besuchen sie die Fee auf Schloss Zuckerburg, die ein rauschendes Fest veranstaltet.

Seit 1984 erfolgreich

Natürlich ist das alles nur ein Traum – der aber offensichtlich immer wieder geträumt werden will, vor allem in London. Dort nämlich begeistert Wrights Interpretation des „Nussknackers“ schon seit 1984 alljährlich das Publikum. Was wiederum bedeutet, dass viele junge Besucher von damals nunmehr mit ihren eigenen Kindern die Vorstellungen besuchen. Doch auch auf der Kinoleinwand vermag die märchenhafte Parabel über das Erwachsenwerden die Zuschauer zu bezaubern.

Sehen Sie hier den Trailer zu „Der Nussknacker“:

concerti-Tipp:

Tschaikowskys: Der Nussknacker
Aus dem Royal Opera House London
So. 15.12.2019, 17:00 Uhr

Auch interessant

TV-Tipp 17.11.: Andris Nelsons dirigiert die „Schicksalssinfonie“

Ungeahnt erfolgreich

Andris Nelsons und das Gewandhausorchester Leipzig interpretieren Pjotr Iljitsch Tschaikowskys 5. Sinfonie. weiter

Anzeige
Verlosung Kirill Petrenko

Spannender Neuanfang

concerti verlost fünf CDs von Tschaikowskys „Pathétique“ mit Kirill Petrenko und den Berliner Philharmonikern. weiter

Buchtipp: Klaus Mann – Symphonie Pathétique

Verzweiflung eines Heimatlosen

Teil zehn unserer Literaturserie beschäftigt sich mit Klaus Manns Roman „Symphonie Pathétique“, der tiefe Einblicke in Tschaikowskys Gefühlswelt gibt. weiter

Kommentare sind geschlossen.