Künstler Ahmad Shakib Pouya

Zurück unter Freunden

Endlich zurück in Deutschland: Zuflucht-Kultur-Künstler Ahmad Shakib Pouya wird morgen Abend wieder in Deutschland eintreffen

© Ayden Antanyos

Ahmad Shakib Pouya

Ahmad Shakib Pouya

Er steht mit seinem Namen für das, was man hierzulande die „gelungene Integration“ bezeichnet. Noch in unserem Kurz-Interview „3 Fragen an“ berichtete der Zuflucht-Kultur-Künstler Ahmad Shakib Pouya über seine Lebenszeit in Afghanistan. Eine Zeit, die geprägt ist von Ungewissheit und Angst.

Vor acht Jahren flüchtete der gelernte Krankenpfleger und Zahnarzt vor den Taliban aus Afghanistan, um hierzulande Zuflucht zu finden. Schnell lebt er sich ein, integriert sich beispielhaft durch Erlernen der deutschen Sprache und Tätigkeiten als Dolmetscher und Sänger. Anfang des Jahres wurde er dennoch in seine Heimat abgeschoben.

Heute hat die lange Zeit des Wartens endlich ein Ende: Pouya erhält sein Visum in der deutschen Botschaft in Kabul und wird morgen Abend wieder deutschen Boden unter den Füßen haben.

© Ayden Antanyos

Ahmad Shakib Pouya

Ahmad Shakib Pouya

Den Weg der Rückkehr eröffnet ihm ein Projektvertrag der Münchner Schauburg, bei der Pouya die Hauptrolle des „Ali“ in einer Neuproduktion von Rainer Werner Fassbinders „Angst essen Seele auf“ angeboten wurde. Die Premiere der Vorstellung findet am 22. April statt.

Hoffnung auf ein dauerhaftes Bleiberecht besteht: der Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Josef E. Köpplinger, hat dem Künstler ein Engagement in Aussicht gestellt. Die Verbindung zwischen Pouya und Köpplinger vermittelte Albert Ginthör, Organisator der Münchner ZAIDE-Aufführungen und Geiger im Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz. Er begleitete Pouya auch bei der Rückreise nach Kabul.

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