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Rezension Cappella Amsterdam – Schnittke: Psalms of Repentance

Mystische Psalmen

Eindrucksvoll arbeitet die Cappella Amsterdam unter Daniel Reuss den mystischen Charakter von Alfred Schnittkes Bußpsalmen hervor.

vonSabine Näher,

Alfred Schnittke, geboren 1934 in der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen, studierte am Moskauer Konservatorium Klavier und Komposition. Ab Mitte der sechziger Jahre wurden seine Werke auch im Westen wahrgenommen. 1990 übersiedelte Schnittke nach Hamburg, um eine Professur für Komposition an der dortigen Musikhochschule zu übernehmen. Er verstarb 1998 in der Hansestadt; beigesetzt wurde er in Moskau. Weitreichende Bekanntheit erlangten Schnittkes um die siebzig Filmmusiken. Zu seinen Werken zählen drei Opern, zwei Ballette, neun Sinfonien, zahlreiche Solokonzerte sowie Kammermusik. Als konvertierter Christ schrieb Schnittke auch geistliche Musik, darunter die zwölf Bußpsalmen auf russische Texte des 16. Jahrhunderts, die 1988 in Moskau uraufgeführt wurden. Die 32 Sängerinnen und Sänger der Capella Amsterdam unter Daniel Reuss erweisen sich als höchst kompetente Interpreten, die den mystischen, leicht verschatteten Charakter des Werkes eindrucksvoll darbieten.

Cappella Amsterdam
Cappella Amsterdam

Schnittke: Psalms of Repentance

Cappella Amsterdam, Daniel Reuss (Leitung)
Pentatone

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