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Rezension Elmira Darvarova & Zhen Chen – Brahms

Schroffer Brahms

Sowohl die Interaktion zwischen Geigerin und Pianist als auch die Intonation gelingen nicht immer auf den Punkt.

vonJohann Buddecke,

Elmira Darvarova und Zhen Chen werfen in dieser Einspielung einen neuen Blick auf die drei Violinsonaten und das Scherzo der „FAE-Sonate“ von Brahms. Orientiert am Urtext, lösen sich beide von den heute etablierten Interpretationsnormen und stellen sich ganz in den Dienst der (vermeintlichen) Komponistenintention. Das musikalische Ergebnis überrascht auf ganzer Linie. Angefangen bei den in fast allen Sätzen deutlich angezogenen Tempi verwundert die teilweise ruppige Herangehensweise an alle drei Sonaten. Sowohl die Interaktion zwischen Geigerin und Pianist als auch die Intonation gelingen nicht immer auf den Punkt. Insgesamt mutet diese Annäherung an das Repertoire eher als eine Hommage an das überliefert schroffe Wesen des Komponisten an. Ein wirklich neuer Zugang – oder gar ein im Booklet angekündigter „schwungvoller Brahms“ – eröffnet sich nicht. Der Versuch, Johannes Brahms’ Violinsonaten aus ihrem vermeintlich romantischen Korsett zu befreien, überzeugt wenig.

Brahms: Violinsonaten Nr. 1-3 & Scherzo aus der „FAE-Sonate“

Elmira Darvarova (Violine), Zhen Chen (Klavier)
Solo Musica

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